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Lokalsport SV Altencelle als der große Sieger
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17:56 20.11.2017
Quelle: Michael Schäfer
Celle

Celle. Frei von Abstiegssorgen ist Aufsteiger TuS Oldau-Ovelgönne nach seinem 26:22 bei der HG Winsen (Luhe). Dagegen hat sich die Krise der HSG Lachte-Lutter nach der 20:26-Pleite beim TSV Wietzendorf weiter verschärft.

SV Altencelle –SV Garßen-Celle II25:19 (10:9)

Es war ein schnelles, rassiges und hochklassiges Derby, das sich die beiden Stadtrivalen in der mit über 250 Zuschauern hervorragend besuchten HBG-Halle lieferten. Am Ende war der SVA-Sieg hochverdient. Darüber waren sich beide Trainer einig. „Mein Team hat sich qualitativ enorm weiterentwickelt. Wir sind konditionell voll auf der Höhe und mittlerweile auch sehr nervenstark“, sagte ein stolzer SVA-Coach Thorsten Dralle.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gelang es dem SVA, einen Zwei-Tore-Rückstand in eine knappe Führung zu verwandeln. „Nach der Halbzeit wurde unsere Abschlussquote immer schlechter. Auch deshalb, weil wir immer wieder an Altencelles überragender Torfrau Ann-Christin Cruse gescheitert sind“, so SVG-Trainer Felix Michelmann. Während sich aufseiten der Garßenerinnen die technischen Fehler häuften, behielt der SVA sein hohes Niveau. „Aus unserer sicheren 6:0-Deckung heraus haben wir über die erste und zweite Welle viele schnelle und einfache Tore gemacht. Das war der Unterschied“, freute sich Dralle.

So baute sein Team nach 45 Minuten die Führung auf 20:14 aus. Doch die nie aufsteckende Garßenerinnen, die allerdings aus dem Rückraum heraus zu wenig Impulse setzten, kämpfte sich noch einmal auf 19:21 (52.) heran. „Das Spiel hätte kippen können, aber eine doppelte Zeitstrafe hat uns dann aller Chancen beraubt“, befand Michelmann, dessen Team der Altenceller Schlussoffensive darauf nichts mehr entgegenzusetzen hatte. „Das war eindeutig ein Sieg, der über unsere geschlossene und homogene Mannschaftsleitung zustande gekommen ist“, freute sich SVA-Trainer Dralle.

HG Winsen (Luhe) –TuS Oldau-Ovelgönne22:26 (14:19)

Nach dem ersten Auswärtssieg atmete Oldaus Trainer Frederick Hövermann erstmal durch. „Ich bin erleichtert. Mit nun 8:6 Punkten stehen wir wirklich gut da und sollten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen“, so Hövermann.

Sein Team war flott in die Begegnung gestartet und überzeugte spielerisch auf der ganzen Linie. Vor allem die Vorgaben im Angriff wurden konsequent umgesetzt. Zudem war auf die neunfache Torschützin Trisha-May Adam Verlass.

Nach der Pause schlichen sich bei Oldau einige Konzentrationsschwächen ein – die Chancenverwertung war nicht mehr so gut. So schmolz die zwischenzeitliche 20:14-Führung (35.) schnell dahin. Beim 21:22 (49.) wurde es noch mal eng. Mit einem energischen Schlussspurt ließ der kampfstarke Aufsteiger dann aber keine Zweifel mehr an seinem verdienten Sieg aufkommen.

HSG Heidmark II –TSV Wietze14:30 (8:14)

Eine durchschnittliche Leistung reichte dem neuen Tabellenzweiten aus Wietze, um beim Schlusslicht zu einem klaren Erfolg zu kommen.

Die Grün-Weißen gingen schnell deutlich in Führung und bauten diese kontinuierlich aus. „Das war nichts Außergewöhnliches. Mir war das einige Lässigkeiten zuviel. Da das Spiel schon frühzeitig entschieden war, haben wir zum Schluss den letzten Schritt nicht mehr gemacht. Sonst wäre das Ergebnis um einiges höher ausgefallen“, meinte Trainer Heiko Schoppman, dessen Fokus schon jetzt auf dem am Samstag stattfindenden Spitzen-Derby gegen den SV Altencelle liegt.

TSV Wietzendorf –HSG Lachte-Lutter26:20 (10:9)

Die Lage der höchst abstiegsbedrohten Lachendorferinnen verschärft sich immer mehr. „Die Chance zu punkten war da. Aber wenn der letzte Siegeswille fehlt, geht man natürlich leer aus“, zeigte sich Teamsprecher Angelo Spring von Leistung und Einstellung der HSG enttäuscht.

Bis zur 40. Minute hatten die Gäste die Partie beim Stand von 15:14 offen gehalten. „Dann war es auch ein konditionelles Ding. Unsere Abwehrlücken wurden einfach zu groß. Das hat der Gegner, der eigentlich zu schlagen war, konsequent ausgenutzt“, so Spring.

Von Jochen Strehlau