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Lokalsport SV Altencelle mit Sensations-Wende
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18:10 23.09.2013
Wie reißfest ist ein Handballtrikot? SV Altencelles - Malte Herbst (links) wird von seinem Burgdorfer - Gegenspieler diesbezüglich einem robusten Test unterzogen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

In der Handball-Verbandsliga hat TuS Bergen das erste Erfolgserlebnis verpasst. Trotz einer gehörigen Leistungssteigerung verlor TuS 27:28 gegen HV Lüneburg und ist jetzt Letzter. Besser machte es der SV Altencelle. Das Kahle-Team drehte das Spiel gegen die TSV Burgdorf III sensationell mit 29:26 (12:14) und liegt jetzt auf Platz vier.

TuS Bergen –

HV Lüneburg

27:28 (12:14)

Wieder mit leeren Händen stand TuS trotz eines großes Kampfes da. Das Team von Jörg Matthée zeigte sich stark verbessert. Die Offensive spielte viel mannschaftsdienlicher, lag aber zunächst dennoch stets mit zwei bis drei Toren in Rückstand. Doch der Gastgeber hielt stets Tuchfühlung. Aber erst in der zweiten Hälfte machte Bergen es den riesigen Lüneburger Schützen schwer, spielte mit der nötigen Aggressivität. Mehr und mehr entwickelte sich auf beiden Seiten ein Kampf auf Biegen und Brechen, viele Nickligkeiten und Zeitstrafen prägten das Geschehen.

Ab der 40. Minute schien sich das Blatt für TuS zu wenden. Bergen ging dank eines Kraftaktes mit 24:22 in Führung. „Wer dann aber mit einem lockeren Endspurt gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt“, so TuS-Spieler Dominik Blancbois. Auch Lüneburg kämpfte und belohnte sich: In Unterzahl gelang dem Gast der Ausgleich und danach sogar die 26:24-Führung. Schuld daran waren aber auch die Berger, sie vergaben gleich drei klare Chancen.

Aber der Höhepunkt war noch nicht erreicht. Nach dem 24:27 verkürzte Ralf Schindel, mit zwei Paraden verschaffte Daniel Schack den Bergern noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Und dieser fiel tatsächlich 20 Sekunden vor Schluss. Dann der Schlussakkord: Bergen in der Verteidigung, ein Lüneburger Angreifer versucht sich auf Linksaußen durchzusetzen, trifft aber nur das Außennetz. Zur Verwunderung aller Beteiligten pfiffen die Schiedsrichter Siebenmeter. Abpfiff, Tor, 27:28, Niederlage. Bitter: wieder gab es sehr viel Dramatik am Heisterkamp – aber keine Punkte.

TuS Bergen: Nowak, Schack im Tor; Guse (1), Hohls, Blancbois (4), Schindel (5), Becker (1), Brodde (4), Witte (4), Pechmann (3), Kirchhoff (5).

SV Altencelle –

TSV Burgdorf III

29:26 (12:14)

Altencelle musste kurzfristig einige Ausfälle hinnehmen. So fehlten Dimitri Grad, Matthias Fieker (zwei Spiele Sperre nach Moringen-Spiel) sowie Freddy Hövermann. Dennoch bot Altencelle den jungen Burgdorfern Paroli. Der Start jedoch verhieß anderes. 2:7 geriet Altencelle ins Hintertreffen, besann sich erst allmählich auf die eigenen Stärken. Als das gelang, verkürzte der SVA prompt auf 8:9 und 10:11 – nur der Ausgleich gelang nicht. Die Gastgeber schafften es nicht, das Tempospiel Burgdorfs einzudämmen und bekamen Malte Westendorf nicht in den Griff. Der schied allerdings nach 20 Minuten und sieben Toren aus – Verdacht auf Kreuzbandriss.

Auch nach dem Wechsel kamen die Altenceller zunächst nicht in Gang, lagen 14:18 hinten. Als Sebastian Springer wegen Meckerns Rot sah (37.) schien der Käse gegessen. Doch: Thomas Katzer und Gordon Richter sprangen ein, die Mannschaft pirschte sich heran – 23:24. Altencelle verlangte Burgdorf alles ab. Der TSV ließ nach, offenbarte körperliche Schwächen, bei Altencelle klappte das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr immer besser, die Mannschaft führte mit zwei Toren. Als dann Andy Fieker einen Ball klaute, war die Entscheidung da. „Das war ein Sieg mit viel, viel Arbeit. Damit sind wir voll im Soll“, freute sich Torwart Roven Kibellus.

SV Altencelle: Kibellus, Nötel im Tor; Woitas (2), Richter (3), A. Fieker (3), Springer (2/1), Weinmann (6), Herbst (4), Katzer (2), Dralle (7),

Von Stefan Mehmke