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Lokalsport SV Freischütz Wathlingen fordert Olympiasieger
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18:36 02.11.2017
Von Uwe Meier
Schwere Aufgabe: Philip Aranowski duelliert sich in Aurich mit einemOlympiasieger. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Wathlingen

wathlingen. Die Oehnssche Skepsis vor dem Duell mit Kriftel erscheint nicht unbegründet. Immerhin brachte es die Mannschaft des Ligazweiten beim letzten Wettkampf beim 5:0-Erfolg gegen die Sportschützen Fahrdorf auf insgesamt 1916 Ring – nur ein Ring unter Ligarekord. Die Wathlinger erzielten beim 4:1 gegen SSG Teutoburger Wald knapp 50 Ring (1869) weniger. Der Unterschied kommt nicht von ungefähr. Der Gegner hat einen Olympiasieger in seinen Reihen. Christian Reitz holte bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit der Schnellfeuerpistole Gold. Nun wird in Aurich in einer anderen Disziplin um den Sieg geschossen. Doch auch mit der Luftpistole ist Reitz ein echter Meister seines Fachs.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass er in den vergangenen Jahren schon einmal gegen einen deutschen Topschützen verloren hat“, erzählt Oehns. Im bisherigen Saisonverlauf brachte es Reitz auf einen Durchschnitt von 389,75 Ring. Von einer solchen Topleistung sind die Wathlinger allesamt relativ weit von entfernt. 378,67 Ring hat die Nummer eins des SV Freischütz, der Brite Kristian Callaghan, im Durchschnitt geschossen. Und der ist in Aurich, genau wie Coral Kennerly, nicht einmal dabei. Beide bereiten sich derzeit in Australien auf die Commonwealth Games vor.

„Es ist egal, wer gegen Reitz antritt“, sagt Oehns. „Das wird nichts werden. Der lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.“ Die undankbare Aufgabe, gegen den Olympiasieger antreten zu müssen, wird wohl auf Philip Aranowski zukommen. Und wäre das nicht schon schwierig genug, erscheinen auch die weiteren Schützen aus Kriftel den Wathlingern überlegen. Zumindest dann, wenn die bisherigen Ergebnisse als Vergleich herangezogen werden. „Wir sind zwar nicht schlecht“, sagt der Teammanager. „Aber an die werden wir kaum herankommen. Die sind wirklich in einer bestechenden Form.“ Und so sind die Wathlinger Wünsche für den Ausgang des Duells niedrig gesteckt. „Ich möchte nur nicht mit 0:5 verlieren“, so Oehns.

„Sag niemals sie“ – vielleicht starten die Wathlinger am nächsten Tag doch durch eine Überraschung gestärkt in den nächsten Wettkampf. Und Selbstvertrauen könnten die „Pistoleros“ für das Duell mit SV Falke Dasbach durchaus gebrauchen. „Das wird richtig interessant. Die sind relativ gleichmäßig besetzt“, glaubt auch Oehns. „Da ist jede Paarung offen.“ Sollten es die Schützen des SV Freischütz, die in der Besetzung Philip Aranowski, Christian Oehns, Cedric Cammann, Torben Wolf, Jörn Nachtigall und Ersatzmann Benjamin Forke die Reise nach Aurich antreten, schaffen, ihr Leistungsvermögen abzurufen, sollte dem vierten Saisonsieg nichts im Wege stehen. „Ich würde das Wochenende gern mit mindestens fünf Einzelsiegen abschließen“, so Oehns. Die Ansage des Teammanagers ist verständlich. Geht diese Rechnung auf, würden die Wathlinger mindestens einen Sieg mitbringen.