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Lokalsport SV Nienhagen überwintert mit Blick auf Gipfel
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18:05 18.12.2017
Vorne mit dabei: Lara Schulz (rechts) und ihr Team vom SV Nienhagen verbringen den Jahreswechsel auf dem zweiten Tabellenplatz.   Quelle: Michael Schäfer
Nienhagen

„Das war grandios. Ich bin sehr zufrieden“, sagt Trainer Rolf Wagner. In der ersten Begegnung ließen sie den Gästen aus Grone keine Chance. „Da haben wir gezeigt, dass wir einen Gegner auch dominieren können“, so Wagner. Nach dem ersten Sieg ließen sich die SVN-Damen von der Euphorie verführen und starteten schwach und zu sorglos ins Spiel gegen Göttingen. „Die Göttinger waren viel aggressiver als die Mannschaft aus Grone“, analysiert Wagner. Und davon ließen sich die Nienhägerinnen zunächst überrumpeln. Schwache Annahmen und „zahnlose“ Angriffe auf Seiten der Heimmannschaft taten ihr Übriges – und so hieß es plötzlich 0:2 nach Sätzen.

Doch damit wollte sich Nienhagen nicht zufriedengeben. Das Team kam unter dem Jubel der etwa 60 Zuschauer zurück. „Die Moral der Mannschaft war sehr gut“, lobt Wagner. Weitere wohlwollende Worte hatte der Trainer an Elena Giesbrecht, Stephanie Stilke, Sonja Lorenz und Melanie Schneider zu verteilen. „Giesbrechts Zuspiel war super, Stilke hatte einen sehr kraftvollen Angriff, Lorenz hat eine tolle Leistung als Libero gezeigt und die Aufschläge von Schneider haben uns zum Sieg verholfen.“

Alle vier Spielerinnen hätten ein besonders gutes Spiel gezeigt und somit zum Doppel-Erfolg beigetragen. Die gewonnenen fünf Punkte sorgen nun für ein angenehmes Polster nach unten. Das ist Wagner besonders wichtig. „Jetzt haben wir 19 Punkte und sind fünf Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Das ist am wichtigsten.“

Vor allem im Hinblick auf die vergangene Saison backt Wagner trotz des zweiten Tabellenplatzes weiterhin kleine Brötchen. „Da hatten wir zu diesem Zeitpunkt 20 Punkte und standen auch oben. Doch dann kam der Einbruch.“ Das soll jetzt anders laufen. Und die gute Moral im Team stimmt den Trainer optimistisch, dass in dieser Spielzeit ein gutes Abschneiden möglich ist. Dennoch gilt es weiterhin, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Die ersten beiden Sätze gegen Göttingen haben gezeigt, wie schnell man auf der Verliererseite stehen kann. „Die Partie hätte auch anders ausgehen können. Man sieht daran einfach, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann“, so Wagner.

Um weiter vorne mitzuspielen, wolle Wagner noch letzte Schwächen ausmerzen. „Als Trainer habe ich immer was zu meckern. Auch wenn die Leistung gut war.“ So waren Annahme und Block in den beiden Spielen noch nicht optimal. Doch der kritische SVN-Trainer betont, dass es sich dabei um Feinheiten handelt. „Ansonsten kann ich schon ein bisschen stolz sein“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Neben den lobenden Worten erhalten die Spielerinnen nun zwischen den Tagen eine Spiel- und Trainingspause, bevor es im neuen Jahr dann mit dem Spiel gegen VSG Hannover weitergeht.

SV Nienhagen: Kononova, Kropp, Lorenz, Schulz, K. Rössing, V. Rössing, Schneider, Schneeweis, Behrendt, Stilke, Giesbrecht, Görlich.