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Lokalsport SV Wieckenberg hat Finalrunde im Visier
Sport Sport regional Lokalsport SV Wieckenberg hat Finalrunde im Visier
18:35 05.10.2017
Von Uwe Meier
Die Dänin Stine Holtze Nielsen hat das Ziel Endrunde fest im Visier. Quelle: Michael Schäfer
Wieckenberg

Wieckenberg. Mindestens Platz vier soll es also werden, wenn die Duelle mit den elf weiteren Mannschaften der Nordgruppe beendet sind. Sollte das Ziel in die Tat umgesetzt werden, geht es im Februar zum Finale nach Paderborn. Dort schießen die besten acht Teams den neuen Deutschen Mannschaftsmeister der Luftgewehrschützen aus.

„Wir versuchen, uns ständig weiterzuentwickeln“, sagt Wieckenbergs Vereinsvorsitzender Horst-Dieter Ruschel. Der Teammanager unterstreicht die Zielvorgabe des Trainers. „Ja“, sagt er, „das wollen wir in dieser Saison schaffen.“ Dazu wurde die Wieckenberger Riege personell noch einmal aufgefrischt. Mit dem Ukrainer Serhiy Kulish, der sich bei den Olympischen Spielen in Rio immerhin zur Silbermedaille schoss, gibt es einen namhaften Neuzugang in Wieckenberg zu verzeichnen. Dazu rücken mit Isabell und Melissa Ruschel zwei Schützinnen aus der Wieckenberger Talentschmiede auf. Somit gehören dem neunköpfigen Bundesligakader nunmehr vier Eigengewächse an. „Das findet man in der gesamten Bundesliga nirgends“, sagt Ruschel nicht ohne Stolz. „Wir wollen die Bindung zum Ort behalten. Die Harmonie innerhalb der Truppe ist uns wichtig, und sie ist auch gut.“

Friedemann zeigt sich erfreut und zufrieden darüber, dass „wir den bisherigen Kader weitestgehend zusammenhalten und sogar aufrüsten konnten.“ Durch die Verstärkungen verspricht er sich einen höheren Konkurrenzkampf innerhalb des Teams. „Und dadurch natürlich auch eine höhere Qualität während der Wettkämpfe“, erklärt der SVW-Trainer.

Wie gut das Wieckenberger Team „in Schuss“ ist, zeigte sich an einem Trainingswochenende im heimischen Sportheim. Dazu hatte man sich mit SV Pfeil Vöhringen einen Süd-Erstligisten zu Testwettkämpfen eingeladen. Wieckenberg siegte zweimal mit 4:1. Und das, obwohl nicht einmal der komplette Kader anwesend war. Die Dänin Stine Holtze Nielsen, Claire-Luisa Ruschel, Constanze Rotzsch, Melissa Ruschel, Jana Eckhardt und Isabell Ruschel waren dabei. Kulish schoss jedoch zeitgleich um die ukrainische Meisterschaft. Tina Lehrich fehlte ebenfalls, da sie sich in Gelsenkirchen die Fahrkarte zur Studenten-Weltmeisterschaft in Malaysia sichern wollte und das auch tat. Und Anne Kowalski musste das Trainingswochenende erkrankt ausfallen lassen.

Eine gesunde Mischung aus erfahrenen und talentierten Schützinnen soll für die Wieckenberger den Ausschlag geben. Constanze Rotzsch, mit 36 Jahren die älteste Schützin im Bundesligakader, unterstreicht die Vorgabe von Trainer und Teammanager. „Die Endrunde ist schon unser Ziel“, sagt sie. „Das ist nicht unmöglich. Die Voraussetzungen dazu haben wir.“ Melissa Ruschel, zusammen mit ihrer Schwester Isabell die Jüngste im Kader, hat zwar Respekt vor dem, was in der Bundesliga auf sie wartet. „Da muss man sich erst dran gewöhnen“, sagt sie über die lautstarke Unterstützung von den Zuschauerrängen während der Wettkämpfe. Doch auch für die 17-Jährige wäre das Erreichen der Finalrunde „einfach nur grandios“.

Am 14. und 15. Oktober geht es mit zwei Wettkämpfen in Höhr-Grenzhausen in der Nähe von Koblenz los. Am 28./29. Oktober stehen in der Wietzer Sporthalle zwei Heimwettkämpfe an. Und darauf freut man sich beim SV Wieckenberg besonders. „So eine Stimmung wie da erlebt man in der Bundesliga nur selten“, sagt Teammanager Ruschel.