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Lokalsport SV Wieckenberg ohne Vier bei Kulish-Debüt
Sport Sport regional Lokalsport SV Wieckenberg ohne Vier bei Kulish-Debüt
18:28 26.10.2017
Von Uwe Meier
SerhiyKulish Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wieckenberg

Wietze. „Ich denke, die Halle wird voll werden“, sagt Wieckenbergs Vorsitzender und Teammanager Horst-Dieter Ruschel zum erwarteten Zuschauerzuspruch und verspricht eine gute Stimmung: „Es wird wohl laut werden.“ Die Veranstaltung, bei der insgesamt sechs Bundesliga-Wettkämpfe auf dem Programm stehen, beginnt am Samstag, um 16 Uhr und wird am Sonntag, um 10 Uhr fortgesetzt. Der Eintritt ist frei.

Die Wieckenberger Sportschützen freuen sich auf ihren Heimwettkampf. Allerdings dämpfen personelle Probleme ein wenig die Stimmung. Zwar wird mit der Silbermedaillengewinner von Rio, der Ukrainer Serhiy Kulish, sein Debüt für den SV Wieckenberg und auch in der Bundesliga geben. Doch komplett ist die SCW-Riege keineswegs. Man geht ohne vier an den Start. Dass Stine Holtze Nielsen nicht dabei würde, war seit längerem bekannt. Die Dänin ist derzeit beim Weltcup-Finale in Neu Dehli aktiv. Und mit ihr auch Enrico Friedemann. Der Trainer der Wieckenberger Bundesligaschützen ist zugleich auch Dänischer Nationaltrainer und in dieser Funktion ebenfalls in Indien unterwegs. Zudem wird Constanze Rotzsch vorerst nicht mehr in einem Wettkampf vor die Zielscheibe treten. Die erfahrenste Schützin im SCW-Team steht aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht zur Verfügung. Darüber hinaus ist die erst 17-jährige Melissa Ruschel, die bei ihrem Bundesligadebüt vor zwei Wochen gleich zwei Einzelpunkte holte, erkrankt und nicht dabei. Neben Kulish umfasst die Wieckenberger Riege mit Tina Lehrich, Isabel und Claire Ruschel, Anne Kowalski sowie Jana Eckhard noch sechs Schützinnen.

„Natürlich ist das keine einfache Situation und es wird auch schwer für uns“, so Teammanager Ruschel. Eine Einschätzung, die nicht von ungefähr kommt. Immerhin geht es für sein Team gegen zwei Endrunden-Teilnehmer aus der vergangenen Saison. „Aber chancenlos sind wir nicht“, sagt er, der zusammen mit Landestrainer Norbert Poltermann die Wieckenberger Schützen betreuen wird.

Einer ist für die Wettbewerbe in Wietze besonderes motiviert. Serhiy Kulsih gibt nicht nur sein Debüt bei den Wieckenbergern, sondern zugleich seine Premiere in der Bundesliga. „Ich hoffe, dass ich meine Duelle gewinnen kann und damit helfen kann, dass wir die Punkte holen“, sagt der ukrainische Weltklasseschütze, der am Mittwochabend auf dem Flughafen in Langenhagen gelandet war und sich in Wieckenberg seitdem bei einigen Trainingseinheiten an die neue Umgebung gewöhnt hat. „Mich interessiert besonders die Stimmung bei Bundesligawettkämpfen in Deutschland. Die schult auch das Nervenkostüm“, sagt er.