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Lokalsport SV Wieckenberg scheitert an übermächtigen Gegnern
Sport Sport regional Lokalsport SV Wieckenberg scheitert an übermächtigen Gegnern
17:53 03.10.2016
Von Oliver Schreiber
Tina Lehrich (großes Foto) sorgtemit einer starken Leistung(395 Ringe) für den Wieckenberger Ehrenpunkt gegen SSG Kevelar. Auch gegen SB Freiheit ausOsterode blieb es nur bei einem Zähler für den SVW. Den verbuchte der schwedische Neuzugang Michaela Arvidsson. An beiden Wettkampftagensäumten rund 600 Schießsportfans die Wietzer Sporthalle. Quelle: Michael Schäfer (3)
Wietze

In beiden Begegnungen wurde dem SVW zum Verhängnis, dass die jeweiligen Kontrahenten an ihrem Limit schossen, dass sie bei ihren anderen beiden Duellen nicht erreichten. So hatte Kevelaer bei der 1:4-Niederlage gegen ST Hubertus Elsen im Gesamtergebnis 20 Ringe weniger auf dem Konto als gegen Wieckenberg. Auch die Osteroder schossen bei ihrem zweiten Sieg (4:1 gegen Wissener SV) schwächer. „Beide haben gegen uns im Gesamtergebnis 1972 Ringe erzielt. Das ist wirklich absolute Spitzenklasse und für uns einfach zu stark. Das muss man ehrlich zugeben“, erklärte Ruschel. Zudem mussten die Wieckenberger ohne ihre Topschützin Stine Nielsen auskommen.

An der Unterstützung der eigenen Fans lag es jedenfalls nicht, dass Wieckenberg beide Partien verlor. Rund 500 bis 600 Zuschauer sorgten an beiden Wettkampftagen für – im wahrsten Sinne des Wortes – Schützenfeststimmung. Mit allen Mitteln wurde das Team angefeuert – Rasseln, Tröten und Trommeln sorgten für ohrenbetäubenden Lärm in der Halle. Und wenn gerade kein Instrument zur Hand war, wurden halt Kochtopf und Würstchenzange umfunktioniert, um Krach zu machen. „Die Stimmung war wirklich super, mit der Resonanz sind wir wirklich zufrieden“, befand Ruschel.

Gegen SB Freiheit Osterode war für Wieckenberg vor allem an den hinteren Positionen kein Kraut gewachsen. Alin George Moldoveanu und Pamela Bindel schafften hier Spitzenergebnisse von 398 beziehungsweise 396 Ringen. Den Ehrenpunkt für den SVW verbuchte an Position drei die Schwedin Michaela Arvidsson mit dem besten Wieckenberger Resultat (395 Ringe).

Genau auf dieselbe Anzahl kam tags darauf auch Tina Lehrich, die im Duell mit Kevelaers Katrin Leuschen den einzigen Zähler für ihre Mannschaft einfuhr. Die Wieckenberger steigerten sich insgesamt und waren um elf Ringe besser als noch gegen Freiheit. Aber auch das reichte nicht, da Kevelaer an den Positionen eins bis vier auf allerhöchstem Niveau schoss. Von Beginn an während des 50-minütigen Zeitfensters für die 40 Schüsse lagen die Gäste vom Niederrhein mit 4:1 vorne und brachten diese Führung ins Ziel – ohne zwischenzeitliche Veränderungen. „Das ist sehr selten. Normalerweise wechseln Führungen während eines Wettkampfes ständig hin und her“, erläuterte Ruschel.

Die Wieckenberger Fans ließen sich davon aber nicht entmutigen und unterstützen ihr Team weiterhin lautstark. Als Lehrich ihr Duell gegen Leuschen gewonnen hatte, brandete Jubel auf, als wäre der SVW gerade Deutscher Meister geworden. „Unterm Strich bin ich mit den Leistungen unserer Mädels absolut zufrieden. Wir sind auf einem guten Weg und entwickeln uns stetig weiter. Gegen solche Gegner war nichts zu holen. Wir müssen unsere Punkte für den Klassenerhalt gegen andere Mannschaften erzielen“, sagte SVW-Trainer Enrico Friedemann. Schließlich schießt nicht jeder Bundesligist wie vom anderen Stern.