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Lokalsport SVG Celle II auf der Suche nach mehr Konstanz
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12:58 27.12.2013
Von Uwe Meier
Die Damen des SVG Celle II – hier mit Tanja Sürig beim Wurf – - wollen in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Rauf und runter geht die Leistungskurve des Handball-Oberligisten SV Garßen-Celle II. So richtig will es nicht rund laufen. Es fehlt die Konstanz. Wirklich verwundern kann das aber nicht. Es gibt einige Probleme, die das neu formierte Garßener Team abzuarbeiten hat.

In der Spielzeit 2012/2013 waren noch zwei Celler Mannschaft in der Oberliga auf Punktejagd gegangen. Doch nachdem MTV Post Eintracht Celle seine Mannschaft komplett vom Spielbetrieb zurückgezogen hatte, entwickelte sich relativ schnell die Idee: „Aus zwei mach eins.“ Der Gedanke wurde mit Leben gefüllt. Ein Großteil der bisherigen MPE-Spielerinnen schlossen sich dem SVG an. Und unter dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ sollte die Liga aufgemischt werden.

So ganz ging der Plan bisher aber nicht auf. Mit 10:12 Punkten und Platz acht hinkt die Zweitliga-Reserve der eigenen Zielsetzung ein wenig hinterher. „Die Erwartungen, die wir an uns selbst gestellt haben, haben sich bisher noch nicht ganz erfüllen lassen“, gibt auch Trainerin Jolanda Robben zu.

Tatsächlich erlebte ihr Team bisher eine Berg- und Talfahrt. „Die Findungsphase untereinander hat länger gedauert, als wir das erwartet hatten“, sagt Robben heute. Aus zwei Teams mit unterschiedlichen Spielkulturen eine Mannschaft zu formen, die nunmehr ein gemeinsames Spielsystem verinnerlicht, war und ist nicht ganz so einfach. „Wir haben länger gebraucht, einen Weg zu finden, mit dem sich alle identifizieren können“, so Robben.

Die Mannschaft habe jedoch inzwischen immer besser zueinander gefunden. Die gesunde Mischung zwischen Spaß und Leistung auf dem Spielfeld sei vorhanden. „Wir haben uns gesteigert“, sieht die Trainerin inzwischen einen positiven Verlauf der Entwicklung. Dabei nimmt sich die 29-Jährige nicht aus. Es sei natürlich nicht leicht, ihre doppeltes Engagement als Zweitligaspielerin und Oberliga-Trainerin organisatorisch unter einen Hut zu bekommen. „Es ist für mich komplettes Neuland“, erklärt sie. Immerhin sie es ihre erste Trainerstation. „Auch ich musste mich an die neue Situation erst einmal gewöhnen und mir Vieles neu erarbeiten.“

Vielleicht wäre der Weg allen Beteiligten ein wenig leichter gefallen, wenn es der Spielplan etwas besser mit der Garßener Mannschaft gemeint hätte. Doch in den bisherigen zwölf Begegnungen musste der SVG gleich acht Mal auswärts antreten. Nur vier von 16 möglichen Punkten brachte das Team mit nach Celle. Hinzu kamen einige personelle Ausfälle. Aus dem 15-köpfigen Kader stehen drei Spielerinnen inzwischen nicht mehr zur Verfügung. Anja Goller hatte sich einen Achillessehnenabriss zugezogen. Katrin Zymmek und Maren Hustedt sehen Mutterfreuden entgegen.

Im neuen Jahr soll alles besser werden. „Natürlich wollen wir in der zweiten Saisonhälfte mehr Spiele gewinnen“, so Robben, die dabei auf die Heimstärke des Teams baut. „Und dann ist unser Saisonziel gar nicht mehr so weit weg.“