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Lokalsport SVG Celle geht erneut auf Fuchsjagd
Sport Sport regional Lokalsport SVG Celle geht erneut auf Fuchsjagd
20:48 13.11.2014
Von Uwe Meier
Mit vollem Einsatz will der SVG gegen die Füchse Berlin auftreten. Ob Natasha Ahrens (links) dabei sein kann, ist allerdings ungewiss. Quelle: Benjamin Westhoff (Archiv)
Celle Stadt

„Das Spiel hat irgendwie schon Revanchecharakter“, meinte Celles Kreismitte Evelyn Schulz vor dem erneuten Duell mit den Füchsen Berlin. Nur allzu gern würden sie und ihr Team diese Revanche auch erfolgreich bestreiten. Den Grund dafür, dass es sieben Tage nach der knappen 25:26-Niederlage im Pokal dieses Mal klappen könnte, liefert sie gleich mit. „Wir haben gesehen, dass wir Berlin vor schwierige Aufgaben stellen können. Und mit unseren heimischen Fans im Rücken haben wir dieses Mal einen weiteren Punkt, den wir auf unserer Seite haben.“

Tatsächlich hatte die Celler Mannschaft die Berlinerinnen vor einer Woche dicht vor einer Niederlage. Die individuelle Klasse des mit Nationalspielerinnen gespickten Teams aus der Bundeshauptstadt, das am Samstag erneut die Bürde des Favoriten trägt, hatten die SVG-Spielerinnen mit enormem Einsatzwillen ausgeglichen. „Wichtig wird sein, dass wir von Anfang an im Spiel sind, dass wir von der ersten Sekunde an da sind“, meint Martin Kahle vor dem ersten Heimspiel nach seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl in Celle. Das Geheimnis für einen Erfolg liefert er gleich mit. „Die Abwehrleistung, die wir in Berlin ab der 20. Minute gezeigt haben, brauchen wir dieses Mal über die komplette Spielzeit.“ Er sieht seiner Comeback-Premiere mit Spannung entgegen. „Ich freue mich schon darauf“, sagt er. „Ein Heimspiel am Samstagabend in der HBG-Halle ist immer etwas Besonderes.“ Ganz so euphorisch ist er allerdings nicht, wenn er die personelle Situation ansieht. „Schön ist was anderes“, sagt er angesichts der Tatsache, dass gleich drei wichtige Spielerinnen angeschlagen sind. Renee Verschuren absolvierte nach ihren Rückenproblemen gestern ihre erste Trainingseinheit. Ob es bei ihr für einen Einsatz am Samstag reicht, ist ebenso ungewiss wie bei Natasha Ahrens. Sie hatte aus Ärger über die Niederlage in Berlin gegen eine Wand getreten und dafür starke Schmerzen im Fuß geerntet. Untersuchungen beim Mannschaftsarzt Dr. Karsten Ohnhold gaben hinsichtlich eines möglichen Bruches zwar Entwarnung. Doch ein Einsatz am Samstag bleibt ungewiss. Zudem klagte Adriane Cardoso de Castro über Knieschmerzen und musste mit dem Training aussetzen. Die Physiotherapeuten des SVG-Teams brauchen sich derzeit über einen Mangel an Arbeit nicht zu beklagen.

„Das sind schon unangenehme Voraussetzungen“, so Kahle. „Aber es ist jetzt ebenso. Wir kämpfen weiter und werden das Beste draus machen“, sagt Celles Trainer und beschreibt eine hohe Motivation bei ihm und seinen Spielerinnen, am Samstag eine erfolgreiche Partie abliefern zu wollen. „Natürlich wissen wir, dass Berlin Favorit ist. Wir müssen jetzt sehen, ob wir es mit unseren Mitteln schaffen, uns für die unglückliche Pokalniederalge zu revanchieren.“ Die Chance dazu sei vorhanden. „Zu Hause haben wir gegen die Top-Fünf der Liga sicherlich keine Chance. Gegen die anderen vielleicht schon“, meint Kahle. „Zumindest dann, wenn bei uns viel passt.“

Uwe Meier