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Lokalsport SVG Celle in Leipzig als David gegen Goliath
Sport Sport regional Lokalsport SVG Celle in Leipzig als David gegen Goliath
17:52 07.04.2016
Die Enttäuschung war sichtbar: Trotz toller Unterstützung der Fans hat es der SVG um Saskia Rast (von links), Turid Arndt und Nives Ahlin im Hinspiel nicht geschafft, mit dem Thüringer HC über die volle Spieldistanz mitzuhalten. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Während es für die Garßenerinnen in dem Duell David gegen Goliath (Samstag, 18 Uhr) fast unmöglich sein dürfte, Punkte aus dem Auswärtsspiel mit nach Hause zu nehmen, hat sich Kahle ein anderes Ziel gesetzt: „Bei uns wird es um Schadensbegrenzung gehen, jedes Tor beziehungsweise Gegentor zählt – ebenso für den Gegner.“

Denn der Thüringer HC liegt derzeit mit dem TuS Metzingen punktgleich auf Platz eins, in zwei Wochen kommt es zum direkten Duell – bei einem Unentschieden macht dann das Torverhältnis den Unterschied. Für den SVG spielt die Tordifferenz für die Mission Klassenerhalt ebenso eine große Rolle, denn Frisch Auf Göppingen steht derzeit mit einem Punkt mehr und nahezu identischem Torverhältnis auf dem rettenden Ufer.

Gegen den mit internationalen Top-Spielerinnen gespickten THC hat das Kahle-Team im Hinspiel vor eigenem Publikum eine Halbzeit lang gut mitgehalten. Doch in der zweiten Hälfte, in der die Gastgeberinnen nur magere drei Tore erzielten und die Erfurterinnen ihre Routine sowie individuelle Klasse ausspielten, kam der Einbruch und die Partie ging mit 13:26 Toren deutlich verloren.

Die Garßenerinnen müssen laut ihrem Trainer eine robuste Abwehr auf die Platte bringen, sich im Angriff geduldig gute Wurfchancen herausspielen und möglichst Tempogegenstöße der schnellen Außenspielerinnen vermeiden – je länger, desto besser. Kahle: „Wir wollen den Schwung aus dem Göppingen-Spiel mitnehmen.“ Vergangenes Wochenende hatte der SVG gegen die Baden-Württembergerinnen mit 31:20 Toren den höchsten Bundesliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte gefeiert.

Darin, dass die Erfurterinnen, die mit einer Serie von vier Siegen in Folge ins Spiel gehen werden, unter der Woche gegen Dortmund gespielt haben, sieht Kahle keinen Vorteil: „Das sind alles Profis. Die haben das Doppelte an Trainingspensum als wir, das wird denen nicht viel ausmachen. Die sind den Englische-Wochen-Rhythmus gewohnt.“

Hinter dem Einsatz von Mieke Düvel, die nach ihrer Knieverletzung das Training inzwischen wieder aufgenommen hat, steht noch ein Fragezeichen. Kahle will das endgültige Urteil von Mannschaftsarzt Karsten Ohnhold abwarten: „Ansonsten geht der Kader aus dem Göppingen-Spiel an den Start.“

Von Kai Knoche