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Lokalsport SVG Celle mit Pokalkampf zum Kennenlernen
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17:11 06.11.2014
Von Uwe Meier
Martin Kahle ist zurück im Kreis der SVG-Mannschaft (hier ein Archivbild). Im Pokalspiel in Berlin hat er in einem - Pflichtspiel beim erstmals wieder als Trainer das Sagen. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Punkte im Kampf um den Klassenerhalt stehen für den Handball-Bundesligisten SVG Celle an diesem Wochenende nicht im Mittelpunkt. Doch auch wenn „nur“ ein Pokalspiel auf dem Programm steht, so ist die Partie für das Celler Team dennoch eine Besondere. Denn nach den ereignisreichen vergangenen Wochen mit der Freistellung von Ex-Coach Christian Hungerecker und dem Rücktritt von Co-Trainer Ralph Schönemeier sind die Blicke beim SVG wieder hoffnungsvoll in die Zukunft gerichtet. Und nicht zuletzt ist die Partie für Martin Kahle das erste Spiel nach seiner Rückkehr auf dem Cheftrainer-Stuhl in Celle.

„Für mich bietet sich in Berlin die Chance, mir einen weiteren Überblick über die Mannschaft zu verschaffen und sie im Einsatz zu sehen“, so Kahle und er deutet an, in der Partie „nicht zocken“ zu wollen. Diese Marschroute hätte sich anbieten können. Denn bereits eine Woche später sind die Füchse in Celle zum Punktspiel zu Gast. Und die Liga hat für den SVG eine eindeutig höhere Priorität. „Gegen Berlin sind wir sicherlich nicht in der Favoritenrolle“, sagt Kahle vor dem Duell gegen den Mitaufsteiger. Seine Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Immerhin stehen im Kader der Berliner Mannschaft gleich drei Nationalspielerinnen. Nachdem in der vergangenen Spielzeit bereits Christine Beier und Natalie Augsburg in den „Fuchsbau“ gekrochen sind, verpflichtete das Team um Trainer Lars Melzer kürzlich mit Laura Steinbach eine weitere Topspielerin. „Es gibt aber noch einige andere Spielerinnen, die nicht so schlecht sind“, sagt der SVG-Coach und verweist unter anderem auf Susann Linke und Frida Tegstedt auf der Kreismitte-Position.

Celles neuer Trainer hat eine anstrengende Woche hinter sich. „Es gibt viel zu tun“, verrät der Rückkehrer. „Aber unter den gegebenen Umständen ist das vollkommen normal.“ Gespräche mit Spielerinnen, tägliche Übungseinheiten mit dem Team und die Kontaktaufnahme zum Kooperationspartner HSG Badenstedt gehörten dazu. Im Training standen Angriffs- und Abwehreinheiten auf dem Programm. „Es geht darum, die Stärken der Spielerinnen auszubauen und Schwächen mit taktischen Mitteln zu kompensieren“, gibt Kahle einen kurzen Einblick in den Trainingsalltag. „Und daran arbeiten wir.“

Insbesondere im Angriffsspiel sieht er deutlich Luft nach oben. „Bisher hat das Team durchschnittlich 22 Tore pro Spiel erzielt. Das ist zu wenig“, so der SVG-Coach. „Es gilt, zusammen mit der Mannschaft etwas zu entwickeln, damit wir da variabler und dadurch gefährlicher werden.“ Die Chancen, dass das gelingt, scheinen gut zu sein. „Die Spielerinnen trainieren gut, sind bei der Sache und nehmen neue Dinge gut auf“, so Kahle. Ob die neuen Dinge bereits in Berlin greifen, bleibt abzuwarten.