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Lokalsport SVG Celle mit Teamgeist gegen Abstiegsangst
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20:39 12.03.2015
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Angespannt ist die Situation ohnehin. Jetzt aber wird es für Handball-Bundesligist SVG Celle richtig ernst. Im Kampf um den Klassenerhalt geht es am Samstag in eine richtungsweisende Partie. Der Tabellennachbar FA Göppingen ist zu Gast in Celle. SVG-Trainer Martin Kahle redet hinsichtlich der Bedeutung dieses Spiels nicht lange um den heißen Brei herum: „Es hilft nichts. Jetzt müssen wir gewinnen. Wenn wir das Spiel verlieren, ist es fast nicht mehr zu schaffen“, sagt der Coach. „Dann müsste schon ein kleines Wunder her.“

Diese Worte machen deutlich, unter welchem Druck Mannschaft und Teamleitung stehen. Acht Niederlagen in Folge sind nicht spurlos am Aufsteiger vorbeigegangen. Achter war Celle nach dem elften Spieltag. Nunmehr steht man mit nur einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf Platz zwölf. Von übermäßigem Druck will der Trainer allerdings nichts wissen. „Natürlich wird das auch eine Nervensachen“, gesteht Kahle ein. „Aber wir spielen in der 1. Liga. Da stehen alle Mannschaften unter Druck. Die einen spielen um die Meisterschaft, die anderen wollen in den Europapokal und es gibt fünf oder sechs Mannschaften, die wie wir um den Klassenerhalt kämpfen“, so Kahle. „Und es ist doch nichts Neues, dass alle für das Erreichen ihrer Ziele Punkte brauchen.“

In den vergangenen Wochen wurde die ganze Kraft auf die Partie gegen Göppingen gelegt. Neben intensiver Trainingsarbeit wurde auch auf eher ungewöhnliche Maßnahmen zurückgegriffen. Unter anderem ein gemeinsamer Kochabend an, bei dem der Teamgeist gestärkt werden sollte. Ob das Früchte trägt, wird die Partie am Samstag zeigen. Auf jeden Fall wird das SVG-Team mit kochender Leidenschaft die Aufgabe gegen den Tabellennachbarn angehen.

Personell gibt es keine Probleme. Zwar klagten zuletzt Kathrin Schulz und Susanne Büttner über gesundheitliche Probleme. Kahle hofft aber, am Samstag auf den kompletten Kader zurückgreifen zu können. Letztlich stimmen ihn die vergangenen Heimspiel zuversichtlich. Auch wenn es gegen Bietigheim, Oldenburg und Thüringer HC keine Punkte gegeben habe, so seien die Leistungen in diesen Spielen dennoch ansprechend gewesen.

Daran gilt es gegen Göppingen, gegen das man im Hinspiel knapp mit 25:24 gewann, anzuknüpfen. Allerdings hat das Team aus Baden-Württemberg in der EM-Pause zur Jahreswende ein anderes Gesicht bekommen. Mit einer Linkshänderin, zwei Rückraumspielerinnen und einer Kreismitte stehen gleich vier neue Spielerinnen im Kader. Ein besonderes Augenmerk gilt den beiden Göppinger Haupttorschützinnen Anouk van de Wiel und Nicole Dinkel. Eine gute und aggressive Abwehrarbeit könnte da ein Schlüssel zum Erfolg sein. „Und dann gucken wir mal, was am Samstag dabei herausspringt“, so Kahle.