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Lokalsport SVG Celle mit Vorsicht in den hohen Norden
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18:32 23.01.2014
Von Uwe Meier
Voller Einsatz, wie hier von Natasha Ahrens (links) im - Spitzenspiel gegen Berlin, ist von den SVG-Spielerinnen - auch in Nord Harrislee gefragt. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Nahe der Schweizer Grenze war Handball-Zweitligist SVG Celle in dieser Saison schon. Vom SV Allensbach brachte das Team einen 31:28-Erfolg mit nach Hause. Jetzt geht es für die Celler Mannschaft in die andere Richtung. Hoch im Norden, ganz dicht an der Grenze zu Dänemark, beim TSV Nord Harrislee, soll der siebte Auswärtssieg gelingen. Die Tabellenkonstellation sieht die Celler Mannschaft in der Position des Favoriten. Wie sollte es auch anders sein, wenn der Tabellenvorletzte den Spitzenreiter empfängt.

Doch Celles Trainer Christian Hungerecker ist sich seiner Sache gar nicht so sicher. „Das wird überhaupt nicht einfach“, sagt er. „Insbesondere zu Hause sind die sehr unangenehm.“ Sicherlich stehe Harrislee unten drin und befindet sich in Abstiegsgefahr. „Doch der Tabellenplatz tangiert die nicht. In heimischer Halle spielen die mit offenem Visier“, warnt er vor einem kampfstarken und nie aufsteckenden Gegner. Darauf habe er seine Mannschaft beim Videostudium auch eindringlich hingewiesen.

Das vergangene spielfreie Wochenende hatten die Celler Spielerinnen für ein intensiveres Athletiktraining genutzt. Trotz aller Anstrengung konnten sie dabei zufrieden beobachten, wie nahezu alle direkten Konkurrenten (Berlin, Dortmund und Zwickau) im Kampf um eine Spitzenposition Niederlagen einstecken mussten. Ohne Spiel hatte der Tabellenführer aus Celle dadurch seine Position gefestigt. Der daraus gewonnene kleine Vorteil soll nicht durch einen Ausrutscher in Nord Harrislee verspielt werden.

Personell kann der SVG-Coach aus dem Vollen schöpfen. „Alle sind fit“, vermeldet Hungerecker, der auf eine für ihn in Celle ungewöhnliche Begebenheit hinweist. „Wir werden erstmals in dieser Saison ein Auswärtsspiel mit einem 14er-Kader angehen“, sagt er. Denn auch die beiden, mit einem Zweitspielrecht für Celle versehenen Spielerin der HSG Badenstedt, Saskia Rast und Tina Wagenlader, werden die Reise in den hohen Norden mit dem SVG-Team antreten.

Für Nord Harrislee ist es das erste Heimspiel nach vier aufeinanderfolgenden Auswärtsbegegnungen, aus denen der Tabellenvorletzte 2:6 Punkte einsammelte. Um den Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz und damit zum rettenden Ufer nicht noch größer werden zu lassen – er beträgt derzeit vier Punkte – werden die Spielerinnen vom „Nordexpress“ die Aufgabe gegen Celle hoch motiviert angehen. Der Spitzenreiter muss aufpassen, um nicht ins Stolpern zu geraten.