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Lokalsport SVG Celle nach 21:28-Niederlage in Bad Wildungen aus DHB-Pokal ausgeschieden
Sport Sport regional Lokalsport SVG Celle nach 21:28-Niederlage in Bad Wildungen aus DHB-Pokal ausgeschieden
10:08 06.02.2012
Von Uwe Meier
Spielszenen aus der Partie des DHB-Pokals zwischen HSG Bad Wildungen und SVG Celle Quelle: Jens Kaliske
Celle Stadt

BAD WILDUNGEN. Außer Spesen nichts gewesen. Der Auftritt des SVG Celle im Achtelfinale des DHB-Pokals endet so, wie schon so viele Begegnungen in dieser Saison zuvor – erfolglos. Beim Staffelkonkurrenten der HSG Bad Wildungen gab es nach einer ganz schwachen Halbzeit für den Handball-Erstligisten eine verdiente 21:29 (12:14)-Niederlage.

„Das Spiel war irgendwie mit der Partie aus der Woche gegen Oldenburg zu vergleichen“, meinte Celles Desiree Comans. „Aber wenn man 13 Minuten lang kein Tor macht und dann mit sieben Toren zurückliegt, ist das ja auch kein Wunder. Von Spannung kann da nicht die Rede sein.“

Tatsächlich war die Anfangsphase der zweiten Halbzeit der Knackpunkt der Partie. Das SVG-Team hatte sich vor dem Seitenwechsel mit einer ordentlichen Leistung eine relativ gute Ausgangsposition verschafft, um die Begegnung spannend zu gestalten. Doch diese Hoffnungen erhielten gleich zu Beginn der zweiten dreißig Minuten gleich mehrere Dämpfer. Die Chancenverwertung machte dem SVG einen Strich durch die Rechnung. Die hochkarätigen Möglichkeiten von Evelyn Schulz (32./frei vom Kreis) sowie der vergebene Tempogegenstoß von Natasha Ahrens (33.), die ebenfalls an Wildungens starker Torfrau Petra Diener scheiterte, waren nur der Auftakt zu einer Reihe von Ungereimtheiten, die das Celler Spiel nunmehr kennzeichneten. „Es wäre wichtig gewesen, dass wir nach der Pause dranbleiben“, sagte die insgesamt zehn Mal erfolgreiche Renee Verschuren. „Aber wir haben 13 Minuten für das nächste Tor gebraucht. Da wird es natürlich schwierig.“

Das machte letztlich den Unterschied. Während Celle eine Fahrkarte nach der anderen erzielte, zog Bad Wildungen auf und davon. Beim 19:12 (42.) war die Partie praktisch schon entschieden, zumal die Gastgeberinnen gegen eine nicht immer hellwache Celler Abwehr noch zu weiteren Möglichkeiten kam, dabei aber einige Mal neben das Tor zielten.

Das SVG-Team hatte den Faden verloren. Und mit jedem weiteren Fehlwurf und jedem weiteren Gegentor wuchs die Unsicherheit. In der Abwehr ließ man sich unter anderem einige Male von Wildungens Joana Christina Mihai austanzen. „Und das mit Dingen, die vorher klar angesagt waren“, meinte Comans. Dass sah Verschuren ähnlich. Sie bemängelte, dass in der Abwehr zu oft gegnerische Spielerinnen allein geständen hätten. „Das kann einfach nicht sein.“

Nach einer Auszeit (40.) und dem 12:19 (43.) wurde es zwar etwas besser. Doch um Bad Wildungen wirklich vor Probleme zu stellen, war das zu wenig. Dazu erlaubten sich die SVG-Spielerinnen noch immer zu viele leichte Fehler. Für die Gastgeberinnen war es so ein Leichtes, den Vorsprung zu verteidigen und hochverdient ins Viertelfinale des DHB-Pokals einzuziehen.

Celles Neuzugang Sarah von Gulik hätte sich ihren ersten Auftritt im SVG-Trikot sicherlich erfolgreicher vorstellen können. Doch trotz der Niederlage hat die 21-Jährige aufgezeigt, dass sie insbesondere im Celler Angriffsspiel für eine Belebung sorgen kann. Das hatte sie nach nur 50 Sekunden unter Beweis gestellt als sie den SVG mit ihrem ersten Treffer in Führung gebracht hatte.

Insgesamt war sie selbst mit ihrem Auftritt zufrieden. „Natürlich ist das Ergebnis alles andere als gut. Wir haben viel zu viele Tore bekommen, die nicht nötig waren“, meinte sie. „Aber mit meiner Leistung bin ich insgesamt zufrieden. Ich hatte im Rückraum ein gutes Gefühl. Das Zusammenspiel klappte schon ganz gut.“ Natürlich müsse man daran aber noch arbeiten. „Auch körperlich muss ich noch zulegen“, so van Gulik. Ich habe einige Eins-gegen-Eins-Duelle verloren.“ Damit fing sie gestern gleich an. Eine Extraeinheit Krafttraining stand auf dem Programm. Trainer Martin Kahle war mit dem ersten Auftritt des Neugangs zufrieden. „Das hat mir gefallen“, sagte er. „Für das erste Spiel war das gut. Ein bisschen mehr Selbstvertrauen beim Abschluss könnte sie schon noch gebrauchen.“

Jetzt stehen zwei Wochen Zeit zur Verfügung, um daran zu arbeiten. Das nächste Spiel steht am Sonnabend, 18. Februar auf dem Programm. Dann geht es im Ligaspiel in der HBG-Halle erneut gegen die HSG Bad Wildungen.

Trainerstimmen

Martin Kahle (SVG Celle): Für die Niederlage gibt es eine ganz einfache Erklärung. Der Anfang der zweiten Halbzeit hat uns das Genick gebrochen. Wir machen Anfang der zweiten Halbzeit in Überzahl kein Tor und kassieren anschließend welche. Ein weiterer Knackpunkt war natürlich, dass wir 13 Minuten lang kein Tor machen.

Markus Berchten (HSG Bad Wildungen): Wir haben schon in der ersten Halbzeit gut in der Abwehr gestanden. Das war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. Denn wir haben damit auch nach dem Wechsel weitergemacht. Insofern bin ich natürlich zufrieden.