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Lokalsport SVG Celle plant Revanche in Mainz
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19:40 06.02.2014
Von Uwe Meier
Linkshänderin mit Torgefahr. Im Hinspiel - gegen FSV Mainz 05 kam Anna-Katharina Loest (links) - allerdings nicht so zum Zuge. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Der Stachel schmerzt noch ein wenig. Im ersten Heimspiel der Saison hatte der SVG Celle in der 2. Handball-Bundesliga Frauen eine Niederlage einstecken müssen. Damals hatten die Gastgeberinnen eine 16:12-Führung (40. Minute) noch verspielt und mit 20:25 verloren. Gegner damals: der 1. FSV Mainz 05. Am Sonnabend kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten – dieses Mal allerdings in der Stadt des Karnevals.

„Natürlich gibt so etwas noch eine extra Portion Motivation“, sagt SVG-Trainer Christian Hungerecker im Rückblick auf die Niederlage. „Das Hinspiel ist aus unserer Sicht sehr unbefriedigend gelaufen“, erinnert der SVG-Coach. „Dafür haben wir aber in den restlichen Spielen der Hinrunde gezeigt, was wir an Leistung abrufen können.“ An diese guten Vorstellungen gelte es anzuknüpfen. Im Vergleich zu den beiden vergangenen Auftritten gegen Nord Harrislee und Ober Eschbach sei allerdings dringend eine Leistungssteigerung nötig. Da hätte sein Team trotz der Siege nicht unbedingt gut gespielt. „Dennoch will ich nicht zu sehr den Stab über die Mannschaft brechen“, so Hungerecker. „Letztlich hat es sich das Team verdient, auch mal zwei schlechtere Spiele abzuliefern.“ Allerdings sei „Mainz von der Qualität her eine andere Stufe“.

Darüber, dass eine Leistungssteigerung von Nöten ist, ist sich auch Mannschaftsführerin Jolanda Robben bewusst. Natürlich wolle man in Mainz erfolgreich Revanche nehmen. „Aber dafür müssen wir eine Schippe drauflegen.“

Mainz hat bisher eine durchwachsene Fahrt durch die Saison hingelegt. In diesem Jahr ist man zudem ohne doppelten Punktgewinn. Das hat dafür gesorgt, dass sich der Tabellenelfte mit derzeit zwölf Punkten zu dem Kreis der Teams zählen muss, die sich Gedanken um den Klassenerhalt machen müssen. Stärkste Spielerinnen des FSV sind Linkshänderin Laura Schmitt und Kreisläuferin Maike Schmelzer. Insbesondere die Anspiele von Schmitt auf Schmelzer hatten dem SVG-Team im Hinspiel Kopfzerbrechen bereitet. „Diese Achse ist schon gut“, weiß auch Hungerecker.

Der SVG-Coach hatte Anfang der Woche zusammen mit der Mannschaft ein Zwischenfazit der bisherigen Saison gezogen. Das fiel selbstverständlich positiv aus. Allerdings habe die Mannschaft auch am Limit gespielt. „Wir sind nahe am Optimum. Viel Luft nach oben ist da nicht mehr“, so der SVG-Coach. „Geschenkt hat uns niemand etwas.“ Natürlich werde man auch in Zukunft alles versuchen, um das, was machbar ist, mitzunehmen.

Angesichts der derzeitigen Situation ist es nicht ausgeschlossen, dass am Ende der Aufstieg steht. „Natürlich haben wir uns auch mit der Frage befasst, was wir dann damit anfangen“, so Hungerecker. Veränderung seien dann unumgänglich. Unter anderem seien höhere Trainingsumfänge nötig. Damit, wie das privat, beruflich oder mit dem Studium vereinbar wäre, müsse man sich bereits jetzt beschäftigen und nicht erst im Mai. Darüber nachzudenken, sei für alle eine Hausaufgabe, die in vier bis sechs Wochen beantwortet sein sollte. Parallel dazu werden Vertragsgespräche mit den Spielerinnen geführt. „Wir möchten gern, dass die jetzigen Spielerinnen weiterhin in Celle spielen“, so Hungerecker. Ob das gelingt, soll möglichst bis zum 15. März geklärt sein.