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Lokalsport SVG Celle will gegen SG 09 Kirchhof Reaktion zeigen
Sport Sport regional Lokalsport SVG Celle will gegen SG 09 Kirchhof Reaktion zeigen
22:26 20.02.2014
Von Christoph Zimmer
Hinter dem Einsatz von Celles Rückraumspielerin - Nadine Smit (links) gegen Kirchhof steht ein Fragezeichen. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Das magere Unentschieden des SVG Celle am vergangenen Wochenende gegen die allenfalls durchschnittliche Mannschaft aus Allensbach haben sie längst verdaut. „Das spielt in unseren Köpfen keine Rolle mehr“, versichert Trainer Christian Hungerecker. Im Heimspiel gegen die SG 09 Kirchhof (Sonnabend, 19.30 Uhr) müssen sich die Handballerinnen aber deutlich steigern, um die Tabellenführung in der 2. Bundesliga gegen den im Augenblick ärgsten Verfolger aus Bad Wildungen zu verteidigen, der nur noch einen Punkt hinter den Cellerinnen in Lauerstellung auf Platz zwei liegt.

„Vielleicht war das späte Unentschieden gegen Allensbach für uns ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt“, hofft Hungerecker auf eine Reaktion seiner Mannschaft gegen Kirchhof. Dass die bisher so erfolgreiche Saison des Zweitligisten und die gestiegenen Erwartungen im Umfeld des Vereins seine Mannschaft belasten, glaubt der Trainer nicht. „Die Spielerinnen gehen sehr kritisch mit sich um und suchen nicht nach Ausreden“, sagt Hungerecker. Fest steht aber auch, dass der Druck auf den Spitzenreiter in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen ist und alles andere als der Aufstieg in die Bundesliga bei aktuell acht Punkten Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz an eine kleine Überraschung grenzen würde. „Das berührt uns nicht. Wir wissen, wo wir herkommen“, betont Hungerecker. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel“, sagt Rückraumspielerin Katharina Loest, die gegen Allensbach mit neun Toren erneut beste Celler Werferin war. „Wir hinterfragen uns nach jedem Spiel und gucken, was wir besser machen können.“ Das sind Sätze, die für die Konkurrenz wie eine Drohung klingen dürften. Auch gegen Kirchhof sind die Cellerinnen klarer Favorit. „Sie haben gute Einzelspieler“, sagt Hungerecker zwar. Aber der Glaube an die eigene Stärke ist größer als die Angst vor der Konkurrenz. Nach dem Ausgleich gegen Allensbach in der Schlusssekunde wollen die Handballerinnen gegen Kirchhof „die nächsten zwei Punkte einfahren“, wie Linksaußenspielerin Bogna Dybul betont.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Susanne Büttner. Die Rechtsaußenspielerin leidet an hartnäckigen Leistenproblemen. Ein großes Fragezeichen dagegen steht hinter Nadine Smit, die in dieser Woche bislang nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. Nachdem sie gegen Allensbach umgeknickt war und nach einer mehrminütigen Behandlungspause zunächst weiterspielen konnte, hat sie sich in dieser Woche einer Kernspintomografie unterzogen. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. „Ich hoffe, dass es bis zum Spiel reicht“, sagt Hungerecker.

Buntes Rahmenprogramm: Vor dem Spiel des Zweitligisten werden die jungen Karatekämpfer des SV Hambühren um 18 Uhr ihr Können in der Halle zeigen. Danach wird die Taikogruppe Taikoon aus Hamburg das Publikum mit ihren Trommelklängen auf das Spiel der Cellerinnen gegen Kirchhof einstimmen. Hintergrund ist der Besuch des japanischen Konsuls Yasushi Fukagawa in Celle, der sich auch das Spiel von Landsfrau Mami Tanaka im Tor des Zweitligisten anschaut.