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Lokalsport SVG-Spielerinnen beim „inklusive Sportfest“ bei Lobetal
Sport Sport regional Lokalsport SVG-Spielerinnen beim „inklusive Sportfest“ bei Lobetal
19:03 24.06.2012
SVG-Leistungssportlerinnen auf inklusivem Sportfest der Lobetalarbeit. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

„Wir sind froh, dass die Handball-Bundesligaspielerinnen, aber auch die Gymnastikdamen und Tischtennisspieler des SC Wietzenbruch, die Line-Dancegruppe des TuS Oldau-Ovelgönne und die Handballer des HBV 91 zu uns gekommen sind, um mit unseren geistig oder körperlich behinderten Bewohnern gemeinsam ein „inklusives Sportfest“ zu feiern“, freute sich Organisatorin Marlies Sievert über ein erstes Sportfest dieser Art auf dem Gelände der Lobetalarbeit.

Acht Möglichkeiten gab es für die behinderten Menschen, Punkte und Anerkennung einzuheimsen. Sei es auf einem Bewegungsparcours, beim Radfahren auf einem fest installierten Fahrradständer, beim Klootschießen, Eierlaufen, Kegeln, dem Zielwurf oder im Rollstuhlwettlauf. Selbst kleinste Erfolge wurden von den Aktiven begeistert gefeiert. „Das war schon gewöhnungsbedürftig“, gestand Jolanda Robben ein. „Es nötigt mir großen Respekt ab, mit welcher Energie sich die behinderten Menschen einsetzen. Und es macht auch nachdenklich, mit welcher Kraft sie ihr Schicksal meistern. Und wir Leistungssportler beklagen uns schon bei einer leichten Verletzung“.

Auch für Rene Verschuren war es „vom Kopf her“ zunächst schwierig, sich auf die Lobetal-Bewohner einzulassen. Doch dann hatten beide Seiten viel Spaß miteinander. „Wir können sehr froh sein, geistig und körperlich fit zu sein“, sagt sie. Auch Susanne Büttner bekannte, dass das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen interessant sei und es ihr Spaß gemacht habe, wenngleich die Arbeit mit den Behinderten doch sehr anstrengend sei. Seien es die drei genannten Spielerinnen oder auch Mami Tanaka, Luisa Grimm, Natasha Ahrens, Kathrin Schulz, Katharina Loest oder Neuzugang Silvia Szücs, sie alle waren hervorragende Botschafterinnen ihres Vereins und zeigten, dass Sportler eine Sprache sprechen, gleich, ob behindert oder nicht.

Insgesamt 110 Bewohner der Lobetalarbeit haben an den Wettspielen teilgenommen. Ein jeder der Aktiven machte kleine Schritte, oft unter dem eisernen Willen zum Erfolg, Schritte, die im Leben eines Behinderten einem Quantensprung gleich sein können.

Von Gert Neumann