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Lokalsport SVG in Halle vor schwerer Aufgabe
Sport Sport regional Lokalsport SVG in Halle vor schwerer Aufgabe
18:49 11.04.2013
Von Uwe Meier
Im Hinspiel hatte der SVG , hier mit Renee Verschuren (links) und Evelyn Schulz im Angriff, wenig Probleme, sich erfolgreich in - Szene zu setzen. Das dürfte am Sonnabend aber ander werden. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Es gibt Aufgaben, die sind sicherlich leichter zu bewältigen. Das Hinspiel hatte der SVG Celle vor heimischem Publikum noch mit 34:22 gewonnen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Vorzeichen sind andere geworden. Denn während die Celler Mannschaft den Schwung aus der Hinrunde verloren hat, befindet sich Halle-Neustadt deutlich im Aufwind. Zuletzt gab es sogar einen 32:20-Erfolg beim FSV Mainz 05.

Als die beiden Teams in der Hinrunde am 11. Spieletag aufeinandertrafen, hatte Halle gerade einmal sieben Pluspunkte auf dem Konto – Celle bereits 17 Zähler. Beim Team aus Sachsen-Anhalt ging sogar die Abstiegsangst um. Doch mit dem Auftakt ins neue Jahr war davon keine Rede mehr. In den elf Begegnungen seit Jahresbeginn gab es für Union Halle-Neustadt nur noch eine Niederlage. Und die fiel mit 25:26 gegen den Ligazweiten HSG Bensheim-Auerbach äußerst knapp aus. Mit 18:4 Punkten in Folge verbesserte sich die Mannschaft auf den fünften Tabellenplatz.

Für Celles Trainer Thomas Kahle kommt diese Entwicklung nicht wirklich überraschend. „Halle war vor Saisonbeginn ohnehin weiter oben erwartet worden“, sagte er. „Die haben auch viele Spiele unglücklich mit nur einem Tor Unterschied verloren.“ Das vergangene Resultat in Mainz würde aber zeigen, wie Halle wirklich einzuschätzen ist. Offenbar hat sich das Team nach anfänglichen Problemen gefunden. „Das große Plus der Mannschaft ist ein ausgeglichener Kader. Die einzelnen Mannschaftsteile greifen gut ineinander über“, meint Kahle über ein Team, das Tempohandball bevorzugt.

Und dennoch – angesichts des Hinspielergebnisses müsste Celle doch eigentlich in der Favoritenrolle stehen. Kahle will davon nichts wissen. „So etwas, wie im Hinspiel, wird uns nicht noch einmal gelingen. Das wird eine ganz knappe Angelegenheit.“ Dennoch ist er zuversichtlich, dass seine Mannschaft die Aufgabe erfolgreich lösen kann. „Allerdings muss jede Spielerin sehr aktiv sein, damit da nichts anbrennt“, sagt er. Auf jeden Fall müsse eine bessere Leistung als zuletzt im Heimspiel gegen Greven abgerufen werden. „Vor allen Dingen im Angriffsspiel muss es aufwärts gehen“, so Kahle und sprach damit auch das zuletzt schwache Abschlussverhalten seiner Mannschaft an.

Personell kann er bei diesem Unterfangen aus dem Vollen schöpfen. „Alle Spielerinnen sind eigentlich an Bord“, sagt der SVG-Coach, der hofft, dass sich daran bis zum Spiel auch nichts mehr ändert. Die vorsichtige Aussage kommt nicht ohne Grund. In den vergangenen Wochen hatten sich beim Abschlusstraining immer wieder Spielerinnen verletzt.