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Lokalsport SVG vor schwerem Gang nach Leipzig
Sport Sport regional Lokalsport SVG vor schwerem Gang nach Leipzig
16:59 23.02.2012
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

„Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig.“ Martin Kahle, der Trainer der Handball-Bundesliga-Frauen von SVG Celle, sieht der Fahrt morgen zum HC Leipzig (Anpfiff 15 Uhr) mit gemischten Gefühlen entgegen. „Die haben jetzt zwei Mal verloren. Gegen uns werden sie auf Wiedergutmachung aus sein. Da ist jede Spielerin heiß darauf, den eigenen Fans zu zeigen, dass man das Siegen nicht verlernt hat. Da werden wir nichts zu lachen haben“, sagt Kahle.

Und so könne es für sein Team nur darum gehen, das Ergebnis in Grenzen zu halten. „Ich weiß, dass das keiner hören will, aber wir müssen die Realitäten schon im Auge behalten“, sagt Kahle. „Wir sind krasser Außenseiter, der sich möglichst gut verkaufen muss.“

„Leipzig hat in Frankfurt mit zehn Toren Unterschied verloren. Aber: Frankfurt hat einen absolut perfekten Tag erwischt, jede Spielerin ist über sich hinaus gewachsen“, so Kahle, nachdem er sich das Spiel in der Aufzeichnung angeschaut hat. Und die zweite Niederlage: „Das war in Buxtehude, immerhin deutscher Vizemeister, der noch kein Heimspiel verloren hat.“ Somit würden sich die Niederlagen doch schon etwas relativieren.

Unter der Woche stand der Schwerpunkt des SVG-Trainings einmal mehr ganz im Zeichen von Abwehr und Überzahlspiel. „Aus gegebenem Anlass“, so Kahle nicht ohne Galgenhumor nach dem 25:25 im Heimspiel gegen Bad Wildungen. Da wäre bei cleverem Überzahlspiel der Sieg möglich gewesen.

Ein wenig ausprobieren wolle er in Leipzig, sagt Kahle. Situationen proben, die man in den wichtigen Spielen braucht, um die entscheidenden Punkte zu machen. Wichtig ist es auch, Neuzugang Sarah von Gulik weiter in die Mannschaft zu integrieren. „Und dazu brauchen wir dringend jede Trainingseinheit und auch jedes Spiel.“

Die Erinnerung an das Hinspiel gegen den HCL sollte indes verdrängt werden. Da gab es eine 20:31-Abfuhr. Eine solch deutliche Niederlage wollen sie dieses Mal vermeiden. Leipzig ist derzeit Vierter (18:10 Punkte), spielt noch im Europapokal.

Indes steht der erste Abgang am Ende der Saison bereits fest: Nastja Antonewitch wechselt zum jetzigen Zweitliga-Tabellenführer TuS Metzingen, wie sie der SVG-Vereinsführung in dieser Woche mitteilte. „Sie war drei Jahre bei uns, wenn sie jetzt eine neue Herausforderung sucht, dann ist das doch in Ordnung“, so Kahle.