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Lokalsport Schneewittchen auf der Bühne
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17:10 22.04.2013
RestLess (oben) schafften den - fünften Platz in der Regionalliga. - Die Kinder von der Formation - Vidi Vici (rechts) beeindruckten - mit ihrer Leistung in der Jugendliga - und schafften es auf Rang 7. Nun - dürfen sie ihre Qualität bei der - deutschen Meisterschaft unter - Beweis stellen. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Erstmal flossen ein paar Tränchen: Die kleinen Jazz-Tänzerinnen vom VfL Westercelle haben nur den siebten Platz in der Jugendliga erreicht. Gemeinsam mit Regional- und Landesliga wurde das Turnier am Wochenende im Celler Burgzentrum ausgetragen. Insgesamt standen mehr als 550 Tänzer auf der Bühne. Trainerin Sonja Seidler hatte zum Trost aber gute Argumente parat: Die Vidi Vicis hatten immerhin vier Jugendmannschaften hinter sich gelassen – und die sind allesamt älter und erfahrener.

Vidi Vici sind zwischen sechs und neun Jahre alt und gehören eigentlich in die Kinderliga. Die Performance beeindruckte die Punktrichter so sehr, dass sie die Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft schickt. In der Jugendverbandsliga rangieren sie nun auf 6. „Die sind einfach süß“, sagt Seidler. „Die haben Spaß am Tanzen, sie strahlen Freude aus.“ Mit Elementen aus dem Hiphop tanzen die Kleinen mit ihrer ganz eigenen Spritzigkeit. „Das Publikum liebt sie“, hat Seidler beobachtet. Gut 1000 Zuschauer sahen die Celler Turniere am Wochenende.

Den ersten Platz der Landesliga 2 hielten die Tänzerinnen der Hot Steps vom TuS Oldau-Ovelgönne. Seidel, die auch als Jurorin in der Halle war, gerät ins Schwärmen: „Die Choreografin Petra Beutel ist genial. Technisch kommt keiner in der Liga an diese Gruppe heran.“

Westercelles Dream Team trat mit neuen Kostümen in der Jugendverbandsliga an, das Motto: „Schneewittchen“. Passend dazu war auch die Halle geschmückt. Auf den dritten Platz schafften sie es, besser waren nur die Jazzy Mo‘s aus Cottbus und Beatlejuice aus Schöningen. „Das sind unsere immerwährenden Konkurrenten“, sagt Trainerin Seidler. Zwei Wettbewerbe stehen noch aus, aber die beiden Teams in diesem Jahr noch einzuholen wird schwer für die Cellerinnen.

Platz fünf der Regionalliga holten sich RestLess vom MTV Ahnsbeck. Auch sie werden von Seidler trainiert. Ihre Choreografie hatte das Motto „Soundcheck Déjà vu“, nach dem Film „Soundcheck“. In dem Film geht es um die Ausgrenzung eines Fremden, das stellten die Tänzerinnen dar. „Die Vorrunde war nichts“, berichtet Seidler. Da musste sich die Gruppe einiges von ihr anhören. Und nach dem Finale? Da waren sie dann alle wieder glücklich – und Seidler war stolz.

Verletzungen und Krankheit hatten RestLess zuletzt geschwächt. Dazu kommt, dass die Gruppe in einem winzigen Studio trainiert. Seidler: „Die müssen eine Choreografie auf vier mal sechs Metern trainieren – und dann auf 16 mal 20 Metern zeigen.“ Trotzdem: Die Tänzerinnen bewiesen Ausdauer und feierten am Ende ihren fünften Platz.

Von Isabell Prophet