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Lokalsport Schwere Jungs zeigen Muskeln in Eschede
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18:50 05.09.2017
Lokalmatador mit Ambitionen: Der Celler Daniel Isernhagen stemmte 300 Kilogramm und will mal Deutschlands stärkster Mann werden. Christian Thiede (unten links) siegte in seiner Klasse ebenso wie Raffael Gordzielik (Mitte). Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Eschede

Duelliert wurde sich in fünf klassischen Strongman-Disziplinen, wobei zwei der elf Athleten in der Gewichtsklasse bis 105 Kilo starteten. Die kräftigen Teilnehmer mussten beispielsweise beim sogenannten Log Lift Baustämme mit einem Gewicht von 130 Kilogramm über den Kopf stemmen. Oder sie hoben beim Atlas Stone eine 140 Kilo schwere Steinkugel so häufig wie möglich in 60 Sekunden über ein Hindernis. Unterstützt wurden die Starter dabei von zahlreichen Zuschauern, die sie in allen Kategorien fleißig anfeuerten.

Begeistert davon zeigte sich auch Organisator Mathias Nolden, der die gesamte Veranstaltung zusammen mit Daniel Isernhagen geplant hatte. Isernhagen hatte dafür sogar seine Trainingseinheiten reduziert, nur um alles bestmöglich mit vorbereiten zu können. Daher war der Lokalmatador mit seiner eigenen Leistung nicht einhundertprozentig zufrieden. die Erklärung: Seit Mai hatte er nur noch den aktuellen Leistungsstand halten können. Um zusätzlich weiteres Gewicht aufzubauen fehlte die Zeit. Sein Ziel war es deshalb, unter die Top acht zu kommen. Für einen ambitionierten Kraftsportler war das eigentlich zu wenig. Immerhin will er versuchen, in den nächsten zwei bis drei Jahren der stärkste Mann Deutschlands zu werden.

Den Sieg in der offenen Klasse holte sich Raffael Gordzielik. Er stellte damit einmal mehr seine aktuell sehr gute Form unter Beweis. Zweiter wurde Sebastian Kraus. Daniel Isernhagen erkämpfte sich den insgesamt achten Platz und wurde damit seinen Vorstellungen gerecht. In der Klasse bis 105 Kilo setzte sich Christian Thiede vor Oliver Erdmann durch.

„Insgesamt habe sich die sechswöchige Vorbereitungszeit komplett ausgezahlt“, fasste Mathias Nolden die Veranstaltung zusammen. Obwohl es noch einige kurzfristige Absagen aus familiären und krankheitsbedingten Gründen gab, war das Teilnehmerfeld mit vielen bekannten Gesichtern der Strongman-Szene bestückt. Sehr zur Freude der Veranstalter, da sonst solche Wettkämpfe eher im süddeutschen Raum ausgetragen werden. Daher will er mit seinen Mitstreitern im kommenden Jahr versuchen, weitere Events dieser Art in Norddeutschland zu etablieren. Eines davon auch wieder im Landkreis Celle. Dann soll es auch einen Wettbewerb für Frauen geben.

Von Niclas Burmeister