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Lokalsport Sitzvolleyballer um Torben Schiewe aus Celle verpassen Finalrunde bei Paralympics in Rio
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16:17 14.09.2016
Von Christoph Zimmer
Die deutschen Sitzvolleyballer um Torben Schiewe aus Celle (Zweiter von rechts) haben ihr letztes Vorrundenspiel verloren und die Medaillenrunde bei den Paralympics in Rio verpasst. Quelle: Uli Gasper
Celle

RIO DE JANEIRO. In einem hart umkämpften Match gegen Brasilien verlor das Team von Trainer Rudolf Ludwig Sonnenbichler mit 1:3 (26:24, 23:25, 18:25, 12:25) ihr letztes Vorrundenspiel und verpasste so den Einzug ins Halbfinale und damit die Medaillenrunde. In der Platzierungsrunde spielt die Mannschaft am Freitag um 20.30 Uhr um Rang fünf. Der Gegner wurde gestern in den Spielen der Gruppe B ermittelt (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Im mit mehr als 8000 Zuschauern ausverkauften Riocentro ging das deutsche Team mit 1:0 (26:24) in Führung. Den zweiten Satz gaben sie denkbar knapp (23:25) an die Brasilianer ab. Auch die Sätze drei (18:25) und vier (12:25) gingen an den Gastgeber und Weltranglistendritten. Nach fast zwei Stunden im Hexenkessel von Rio stand fest: Deutschland ist Gruppendritter und hat keine Chance mehr in die Medaillenvergabe einzugreifen.

Nach der Niederlage des Weltranglistenfünften gegen Brasilien war den Spielern der Frust deutlich anzumerken. „Die Enttäuschung ist bei dem gesamten Team natürlich groß. In allen drei Spielen haben wir gezeigt, dass wir das Potenzial für das Halbfinale haben“, sagte Schiewe nach dem Aus. „Aber auch in allen drei Spielen konnten wir dieses Potenzial nur phasenweise abrufen. Am Ende haben wir uns dann auch ein Stück weit selbst geschlagen.“ Die vielen Zuschauer seien eine beeindruckende Kulisse gewesen. „Trotz der Niederlage habe ich es genossen und bin stolz darauf bei den Paralympics zu spielen.“ Am Mittwoch stand der erste freie Tag auf dem Programm, den Schiewe zusammen mit seiner Familie und Freunden am Strand in Rio verbrachte. Ab Donnerstag fokussieren sie sich dann wieder auf das Spiel um Platz fünf.

Die deutschen Sitzvolleyballer um Schiewe waren mit der Hoffnung auf eine Medaille ins Turnier gegangen. „Klar peilen wir auch eine Medaille an“, sagte er vor der Abreise zu den Paralympics am Zuckerhut. Unbedingt wollten sie nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Paralympischen Sommerspielen in London 2012 erneut Edelmetall gewinnen.

Ob es seine letzte Teilnahme bei Paralympischen Sommerspielen war, ist noch ungewiss. „Einige Spieler und auch der Trainer werden dann definitiv nicht mehr dabei sein“, sagte Schiewe mit Blick auf die Paralympics in Tokio 2020. „Während des Turniers eine Entscheidung zu treffen, fällt mir sehr schwer. Diese werde ich nach dem Turnier mit meiner Familie besprechen“, sagte Schiewe zu seiner sportlichen Zukunft. Christoph Zimmer