Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Skater verärgert über Hallenverbot
Sport Sport regional Lokalsport Skater verärgert über Hallenverbot
22:03 26.01.2014
Inlinehockey ist im Kreis Celle nur in - der Alten Burghalle erlaubt. Das Skate-Team-Celle fordert nun auch andere Hallen für - „Sportler auf Rollen“ zu öffnen. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

Das Problem: Die Inlinehockeyer dürfen nur in der Alten Burghalle trainieren und spielen. In allen anderen Turnhallen weiterführender Schulen hat der Landkreis Celle Rollsportlern die Nutzung verboten – und die Grundschulhallen sind zu klein. „Das wollen wir so nicht hinnehmen, weil das Verbot nicht gerechtfertigt ist. Es gibt keinen amtlichen Beleg dafür, dass die Rollen Schäden an den Böden anrichten“, sagt Rumpf.

Das sieht Reinhard Toboll, Leiter des Sportamtes beim Landkreis Celle, etwas anders: „Unsere Schwingböden mit einer Nutzschicht aus PVC und Linoleum sind ungeeignet für das Befahren mit Inlinern. Das Risiko, dass die Böden beschädigt werden, ist einfach zu groß“, sagte Toboll bei der jüngsten Sitzung des Sportausschusses, bei der Rumpf das Thema ansprach.

Das größte Problem des Vereins sei die Situation im Winter: „Wenn wir in einer Liga mitspielen wollen, brauchen wir im Winter feste Trainingszeiten, doch das ist in der Burghalle schwierig“, sagt Rumpf. Denn auch Rollhockeyer sowie Rollkunstläufer anderer Vereine nutzen die einzig verfügbare Halle im Kreis.

„Außerdem ist die Halle zu klein, um dort Heimspiele zu veranstalten“, so Rumpf. Kann ein Verein keine Heimspielstätte stellen, muss der Verein Strafgebühren in Höhe von bis zu 500 Euro aufbringen. „Das können wir uns nicht leisten“, sagt Rumpf. Der Vereinsvorsitzende beruft sich darauf, dass in den umliegenden Kreisen den Skatern ausreichend Hallen zur Verfügung stehen. „Nur der Landkreis Celle sperrt sich“, so Rumpf. Die Speedskater, eine von vier Sparten des Vereins, würden mittlerweile sogar zum Training nach Hildesheim fahren. Für Toboll reicht dieses Argument nicht aus: „Wenn andere Kommunen jedes Jahr 120.000 Euro für neue Böden ausgeben, ist das schön. Aber wir haben das Geld nicht“, sagt der Amtsleiter.

Klarheit soll nun ein von Rumpf in Auftrag gegebenes Expertengutachten bringen. Hartmut Ostermann, Vorsitzender des Kreissportbundes Celle, begrüßt das: „Wenn wir Jugendliche an den Sport heranführen, müssen sie ihn auch ausüben können. Wir müssen uns mit den anderen Kreisen austauschen und dann aufgrund von Fakten entscheiden“, so Ostermann. Auch die Celler Landkreisverwaltung signalisierte Handlungsbereitschaft. „Ein Ortstermin ist denkbar und in einer weiteren Sitzung werden wir uns auch noch einmal gesondert mit dem Thema beschäftigen“, so Toboll.

Von David Sarkar