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Lokalsport Sommer mit Bestleistung bei Triathlon-WM in London
Sport Sport regional Lokalsport Sommer mit Bestleistung bei Triathlon-WM in London
18:45 19.09.2013
Gerald Sommer (links) im - Londoner Hyde Park auf dem - Weg zur Zeitfahrmaschine. Quelle: Rolf Abel
Celle

Typisch britisch ging es mit viel Regen im Hyde Park in der Sprintdistanz auf die 750 Meter lange Schwimmstrecke im See „The Serpentine“, auf der im letzten Jahr auch die Olympioniken starteten. Der Einstieg erfolgte als Wasserstart ohne vorheriges Einschwimmen. Bei Wassertemperaturen um die 16 Grad mussten die Schwimmer auf den Punkt startklar sein. Erwartungsgemäß zogen insbesondere die Briten und Mexikaner mit hohem Tempo davon. Sommer hielt nicht lange mit und kam somit nur knapp hinter der kalkulierten Zeit aus dem Wasser. Im Neoprenanzug ging es anschließend 600 Meter weit in die riesige Wechselzone.

Nach einer sehr guten Wechselzeit von 4,05 Minuten schwang sich Sommer dann auf sein Fahrrad. Drei Runden über 23 Kilometer mit zwei 180-Grad-Kurven mussten auf der Wendpunktstrecke absolviert werden. Etwas gefährlich wurde die Strecke, da der grobe Fahrbahnbelag durch das angesammelte Wasser ziemlich rutschig wurde. Dazu kamen die Wendepunkte und eine scharfe S-Kurve.

Der von Sven Haubert vom Institut für Sport und Gesundheit trainierte Sommer war erstaunt über die schwierigen Streckenverhältnisse: „In fast 100 Wettkämpfen habe ich noch nie so viele Stürze gesehen“, sagte der Sportler, der mit kontrollierter Offensive in 39,16 Minuten fast noch einen 35-Kilometer Durchschnitt herausfuhr. Danach musste er sein Rad noch weitere 600 Meter zum Wechselplatz schieben. Dort angekommen wurde das Fahrrad gegen bequeme Laufschuhe eingetauscht.

Die fünf Kilometer lange Laufstrecke durch den Hyde Park absolvierte Sommer schließlich in 23,59 Minuten. „Bereits nach hundert Metern habe ich gemerkt, dass heute beim Laufen viel geht. Meine Familie und Tausende Zuschauer waren Motivation genug, die Strecke bei strömendem Regen mit Volldampf anzugehen. Die Stimmung war fantastisch“, freute sich der Triathlet. In London konnte er seine bisherige Bestzeit aus Hannover um über zwei Minuten verbessern. „Mehr geht nicht“, resümierte Sommer.

Da Sommer drei weitere deutsche Athleten hinter sich ließ, hat er bereits jetzt die Qualifikation für die nächste Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton in der Tasche. „Eigentlich wollte ich mich im kommenden Jahr etwas ausruhen, damit ich 2015 in der Altersklasse 55 in Chicago noch mal voll angreifen kann“, erklärte Sommer. Letztendlich will er aber doch teilnehmen, denn: „Im Sport gibt es nichts Schöneres, als sich mit Athleten aus aller Welt zu treffen und zu messen.“

Von Cellesche Zeitung