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Lokalsport Sonnenschein erfreut Läufer beim Silvesterlauf in Winsen
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21:57 01.01.2014
Gemeinsam in Richtung Jahreswechsel: Rund 500 Läufer nahmen am 34. Silvesterlauf in Winsen teil. Zahlreiche Läufer hatten sich auch in diesem Jahr wieder lustige Verkleidungen überlegt. In der Mitte ist Henry Struwe von der LG UFO im Affenkostüm zu sehen. Quelle: Alex Sorokin
Winsen (Aller)

Sechs Läufe und sechs Siege – die Bilanz von Markus Susmann über 10.300 Meter kann sich sehen lassen. Bei der 34. Auflage des Silvesterlaufs in Winsen setzte der Celler Schwimmer und Triathlet vom Celler Schwimmclub am Dienstag seine Siegesserie fort und sicherte sich vor seinem Konkurrenten, dem 17-jährigen Jan Kempfert vom Celler Leichtathletikzentrum (LAZ), mit 36,35 Minuten den Sieg in der Königsklasse. „Der Silvesterlauf ist jedes Jahr wieder ein schönes Event. Es geht um den Spaß, aber zu gewinnen ist trotzdem toll“, freute sich Susmann. Nach 39,31 Minuten traf Kempfert als Zweiter und zugleich Erster der 13- bis 17-Jährigen ein. „Ich lag vor drei Tagen noch mit einer Erkältung im Bett. Da kann ich mich über den zweiten Platz gar nicht beschweren“, sagte der Celler. Bei den Frauen siegte erneut Seriensiegerin Natalia Quednau vom TuS Bergen mit 45,10 Minuten. Jubeln durfte auch Daniel Dieckmann. Er sicherte sich bei den Erwachsenen mit 17,16 Minuten den Sieg über 5000 Meter.

472 Läufer und 44 Walker trafen sich am Silvesternachmittag, um das Jahr 2013 sportlich zu verabschieden und sich auf Strecken über 3000, 5000 und 10.300 Meter zu messen. Gemeinsam mit 30 ehrenamtlichen Helfern stellte Organisator Klaus Köhler vom MTV Fichte Winsen den Lauf auf die Beine. Start und Ziel war aufgrund der Bauarbeiten an der Hauptstraße erstmals am Gildesweg, nicht wie die Jahre zuvor an der Winser Oberschule. Das stellte die Macher vor einige Herausforderungen: „Der Zieleinlauf war sehr schmal und der Gildesweg sehr eng. Dadurch behinderten sich einige Läufer beim Starten und Ankommen, aber insgesamt haben wir das gut hinbekommen“, so Köhler, der auch mit der Wetterlage sehr zufrieden war: „Wir hatten strahlenden Sonnenschein und sechs Grad, also ideales Läuferwettter.“

Dem konnte Laurin Forstreuter von der LG UFO nur zustimmen: „Wenn die Sonne scheint, macht es einfach doppelt Spaß. Und darum geht es ja vor allem“, sagte der 21-jährige Unterlüßer. Souverän sicherte sich Forstreuter, der mit schwarzer Lockenperücke und Sonnenbrille an den Start ging, mit 10,39 Minuten den Gesamtsieg über 3000 Meter. Im Vorjahr hatte es nur für Platz 3 gereicht – aber da steckte Forstreuter auch im haarigen Affenkostüm. Das sieht lustig aus, kann aber ganz schön hinderlich sein, wie LG-UFO-Teamkollege Henry Struwe erfahren musste: „Ich habe beim Losen verloren und musste deshalb in diesem Jahr als Affe an den Start gehen. Du bist die ganze Zeit nur am schwitzen und überall klemmt es, aber lustig war es trotzdem.“

Unschön verlief der Lauf für eine jugendliche Läuferin. Sie hatte ihr Asthmaspray beim Start vergessen und brach nach 3000 Metern im Ziel weinend und keuchend zusammen. Sofort eilte der Notarzt herbei und behandelte das Mädchen.

Einen ganz besonderen Triumph feierte Lotta Woehlert vom LAZ. Die sechsjährige Cellerin lief über 1500 Meter nach 8 Minuten und 56 Sekunden als Erste durchs Ziel und ließ den schnellsten Jungen Kylian Pfitzer vom SSV Südwinsen hinter sich, der mit 8,58 Minuten dahinter folgte. Kommentieren wollte sie ihren Sieg jedoch nicht, dafür strahlte sie über das ganze Gesicht. Das ist ja auch ein Statement.

Von David Sarkar