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Lokalsport Sorgen für TuS Celle FC werden größer
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19:46 08.10.2017
Indy Ebel, hier gegen Sebastian Kunze im Spiel gegen SC Wietzenbruch,kommt mit TuS Celle FC immer mehr ins Straucheln. Quelle: Michael Schäfer
Celle

Celle. Crocoll konnte im Großen und Ganzen wieder das beobachten, was das Spiel seiner durch zahlreiche Ausfälle gebeutelten Elf schon in den vergangenen Wochen charakterisiert hatte: Mehr als eine Halbzeit lang standen die Celler gut geordnet und hielten das Spiel offen. „Da und dort haben wir gut verschoben, die Raumaufteilung stimmte und wir haben wirklich nichts zugelassen. Natürlich waren wir nicht zwingend genug, dennoch hatte man auch mal den Eindruck, dass da was gehen könnte“, so der Coach des TuS FC. Das war dann aber nicht so – ganz im Gegenteil. Nachdem Scharmbecks Dominik Gressman im Anschluss an einen Distanzschuss das Leder zur 1:0-Führung (55.) ins Celler Tor befördert hatte, brachen die Gäste völlig ein. „Da muss man schon von Auflösungserscheinungen sprechen. Das war dann nur noch mutlos und ideenlos“, so Trainer Crocoll, der vergeblich auf ein Aufbäumen und auf Gegenwehr seines Teams wartete. Mit dem 2:0 (66.) durch Dominik Wagner war die Messe dann frühzeitig zugunsten der keineswegs überragend spielenden Gastgeber gelesen. Crocoll stellte noch auf Dreierkette um und schickte Dean Feldmann in den Angriff. Doch nach einem Konter erhöhte Scharmbeck-Pattensen in der 83. Minute durch Björn Willert sogar noch auf 3:0. „Hätte unser Torwart Tim Cewe nicht mehrfach Kopf und Kragen riskiert, wäre die Niederlage noch viel höher ausgefallen. Aber ein guter Torwart und ein Dean Feldmann, der für drei läuft und sich als Einziger der Niederlage entgegengestemmt hat, reichen eben nicht“, so Crocoll.

Auch vor dem Hintergrund der schwachen Trainingsleistung- und beteiligung der vergangenen Wochen stellte sich Crocoll – zumindest direkt nach dem Spiel – selbst infrage. Von etwaigen Rücktrittsgedanken seines Trainers will Vereinschef Wolfgang Lidle, der schnellstens das Gespräch mit Crocoll suchen wollte, nichts hören. „Thomas ist ein guter Trainer und steht von meiner Seite in keinster Weise in der Kritik. Wir wussten, dass es schwer werden würde und dass wir gegen den Abstieg spielen würden. Aber wir müssen jetzt Ruhe bewahren und uns gemeinsam aus dieser schwierigen Situation wieder herausmanövrieren“, fordert Lidle.

Von Jochen Strehlau