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Lokalsport Spannend bis zur letzten Kugel: 200 Kegler bei Deutscher Jugendmeisterschaft in Celle
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08:34 07.06.2016
Von Carsten Richter
Eine ruhige Kugel schieben, gab es für sie nicht: (von links) Tim-Julian Schütte, Niklas Beckerund Jan-Niclas Franz waren die drei Celler bei der Deutschen Jugendmeisterschaft. Vielleichtwar die Aufregung etwas zu groß – alle hatten sich vom Ergebnis her mehr erhofft. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Da galt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Gleichzeitig hatten sich gerade die Celler Gastgeber viel vorgenommen. „Da hatten wir uns mehr erhofft“, fällt nun das Fazit von Florian Cammann, Jugendwart des Vereins Celler Kegler, jedoch ziemlich ernüchternd aus. „Vielleicht war es die Aufregung“, meint er. Mit Tim-Julian Schütte (B-Jugend) sowie Niklas Becker und Jan-Niclas Franz waren drei junge Kegler aus der Residenzstadt mit am Start. Alle drei mussten sich mit Ergebnissen im Mittelfeld zufrieden geben.

Besonders knapp ging der Wettkampf für den 14-jährigen Tim-Julian aus, der für die Kegler aus Bremervörde antrat. Mit dem vierten Platz schrammte das Team nur hauchdünn an der Bronzemedaille vorbei. „Wir dachten erst, es reicht noch, aber es wollte nicht klappen“, sagt er. Im Einzel lief es für den Celler ebenfalls nicht so wie gewünscht. Mit 800 Punkten schied er schon in den Vorläufen aus und kam letztlich auf Platz 15. „Da ging gar nichts“, sagt er gestern noch immer etwas geknickt.

„Vielleicht war der Druck einfach zu hoch“, meint Jugendwart Cammann. Für die beiden 18-jährigen Becker und Franz war es das letzte Jahr in ihrer jetzigen Altersklasse – da wäre eine gute Platzierung zum Ende der Saison ein schöner Abschluss gewesen.

Becker und Franz erreichten am Samstag im Teamwettbewerb der A-Jugend den fünften von neun Plätzen. „Wir hatten schon auf einen Podestplatz gehofft“, sagt Franz. Manche Teamspieler hätten ihre gewohnten Leistungen nicht abgerufen. Franz selbst war diesmal nur als Ersatzmann dabei und kam nicht zum Einsatz. „Das stand von Anfang an fest. Andere sind besser als ich“, meint er gelassen. Für den Einzelwettbewerb hatte er sich erst gar nicht qualifiziert.

Anders als sein gleichaltriger Teamkollege Niklas Becker, der für seinen Heimatverein Celler Kegler angetreten war und im Vorlauf und insgesamt den zwölften Platz erreichte. „Mit meiner persönlichen Leistung bin ich zufrieden“, so Becker, der durch eine Erkältung ohnehin geschwächt war. „Allerdings hat die Mannschaft nicht genug gegeben. Unsere Gegner waren zu stark.“

An fehlenden Zuschauern lag das Abschneiden der Celler Kegler jedenfalls nicht. Jeweils rund 150 Gäste fieberten an allen drei Wettkampftagen mit den Teilnehmern mit. Und auch wenn die Ergebnisse nicht ganz zufriedenstellend waren: Nach einer insgesamt überzeugenden Saison haben sich alle drei eine erholsame Sommerpause verdient, bevor im Herbst die Kugel wieder rollt.