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Lokalsport In Celle wird die „Gießkanne“ eingemottet
Sport Sport regional Lokalsport In Celle wird die „Gießkanne“ eingemottet
12:02 14.12.2018
Von Heiko Hartung
Wie kann die vielfältige Celler Sportlandschaft künftig sinnvoll gefördert werden? Auf diese Frage sucht eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe Lösungen. Quelle: Heiko Hartung
Celle

Die Überarbeitung der Sportförderrichtlinien der Stadt Celle hat begonnen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit Anfang Dezember mit der Neufassung des Schriftstückes, das zuletzt im Jahr 2002 – damals noch unter Oberstadtdirektor Martin Biermann – aktualisiert worden ist. „In der Arbeitsgruppe stellt jede der acht Ratsfraktionen einen Vertreter“, berichtet der Sportausschuss-Vorsitzende Joachim Ehlers (CDU), der auch dem Arbeitskreis vorsteht. Komplettiert wird die Gruppe von zwei Verwaltungsmitarbeitern sowie Katja Koch, der Geschäftsstellenleiterin des Kreissportbunds (KSB) Celle.

Hintergrund ist die Empfehlung des städtischen Sportentwicklungsplanes, die vorhandenen Sportförderrichtlinien „komplett zu überarbeiten“, wobei eine Angleichung an die Förderrichtlinien des Landkreises anzustreben sei. Dabei solle eine Förderung mit der „Gießkanne“ zukünftig vermieden werden. Diese Vorgabe aufgreifend, hatte die CDU-Stadtratsfraktion bereits im November 2017 einen entsprechenden Antrag zur Modifizierung der Sportförderrichtlinien gestellt. Nach mehr als einem Jahr geht die Arbeitsgruppe nun ans Werk. Die Auftaktsitzung fand in der vergangenen Woche statt.

Sportentwicklungsplan dient als Roter Faden

„Es gibt ein vertrauliches Arbeitskonzept, dass sich an den Empfehlungen des Sportentwicklungsplanes orientiert“, so Ehlers. „Diese Punkte werden – quasi als Roter Faden – der Reihe nach abgearbeitet.“ Das bedeute aber nicht, dass die interfraktionelle Arbeitsgruppe den Vorschlägen aus dem Sportentwicklungsplan am Ende eins-zu-eins folge. Ehlers: „Wir gehen völlig ergebnisoffen an die Sache ran und wollen ein Höchstmaß an Übereinstimmung erzielen, so dass die Neuformulierung der Richtlinie möglichst einstimmig vom Rat verabschiedet wird.“ Weil es sich um eine komplexe Materie handelt, will sich die Arbeitsgruppe auch nicht selbst unter Druck setzen: „Die Probleme stecken bei diesem Schriftstück im Detail. Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen. Im Laufe des Jahres 2019 soll aber schon ein Ergebnis zustande kommen“, so Ehlers.

Paradigmenwechsel in Celler Sportförderung

In ihrem Antrag hatte sich die CDU mit der Neuformulierung der Richtlinien nicht weniger als einen „Paradigmenwechsel“ in der Celler Sportförderung als Ziel gesetzt. Es solle weniger eine Bezuschussung in die Infrastruktur der Sportvereine (sprich: in die Sportheime und -plätze) erfolgen, sondern vor allem die Arbeit der Vereine (zum Beispiel die Jugendarbeit) gefördert werden.

Der Sportentwicklungsplan selbst empfiehlt unter anderem eine gesteigerte Transparenz der Förderung und strengere Zugangsvoraussetzungen für die Vereine. Beispielsweise über einen Mindestmitgliedsbeitrag. Neben der Jugendarbeit sollen verstärkt auch zeitlich begrenzte Projekte wie Sport für Flüchtlinge oder die Inklusion Behinderter unterstützt werden. Des Weiteren wird eine Übernahme der Sportheime durch die Vereine inklusive der Energiekosten nahe gelegt – was durch die zwischen Stadt und Vereinen geschlossenen Nutzungsvereinbarungen (treten zum 1. Januar 2019 in Kraft) de facto schon umgesetzt wurde.

Die Studie empfiehlt auch die Einführung von Gebühren für die Nutzung von städtischen Sportanlagen (Turnhallen, Außenanlagen und Bäder) durch die Vereine. Dieser letzte Punkt würde sich übrigens nicht mit den Sportförderrichtlinien des Landkreises decken. Der überlässt seine Sportstätten – wie bislang auch die Stadt – den Sportlern kostenfrei.

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