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Lokalsport Staffel der LG Unterlüß Faßberg Oldendorf wird Deutscher Vizemeister
Sport Sport regional Lokalsport Staffel der LG Unterlüß Faßberg Oldendorf wird Deutscher Vizemeister
19:11 28.07.2014
Die Staffel der LG Unterlüß Faßberg Oldendorf hat sich einen Namen gemacht: (von links) Alexander Juretzko, Laurin Forstreuter, Jannik Rehbein und Lenn Jelte Mügge. Quelle: Ralf Görlitz
Celle

Der Startschuss fällt und Lenn Jelte Mügge (Jahrgang 1994) läuft los. Er übergibt den Staffelstab an Laurin Forstreuter (1992). Dann übernimmt Alexander Juretzko (1990) und leitet den Stab weiter an Jannik Rehbein (1993), der nach insgesamt 3:10,02 Minuten ins Ziel läuft. Damit sind die „UFOs“ Deutscher Vizemeister. Nur die LG Stadtwerke München war schneller.

„Die Jungs waren aus dem Häusschen“, sagt Betreuer Jürgen Schiller, der für Trainer Jan Rybizki das Team begleitet hatte. Denn die Läufer haben sich sogar noch selbst übertroffen und eine neue Bestzeit aufgestellt. Durch die Verteidigung ihres Deutschen Jugendmeistertitels im Juni hatten sich die jungen Läufer für den Männer-Lauf qualifiziert und sich einen Namen gemacht. Seinerzeit allerdings noch mit Martin Schmalz, für den nun Juretzko startete.

„Es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, so etwas zu erreichen“, sagt Forstreuter. Im vergangenen Jahr platzierte sich die damals jüngste Mannschaft des Laufes auf Rang fünf. „Dieses Mal wollten wir mehr“, sagt Forstreuter. „Wir wusste, dass wir das Team der Stadtwerke München nicht schlagen können. Drei der vier Läufer sind in der Nationalmannschaft. Wir haben uns aber schon gedacht, dass wir gute Chancen auf einen Medaillenplatz haben“, sagt der 21-Jährige.

Doch mit so einer guten Zeit hätten sie nicht gerechnet, zumal in den Einzelläufen kein UFO-Läufer ins Finale eingezogen war. Einzig Forstreuter überraschte und lief die 400 Meter in einer neuen persönlichen Bestzeit von 47,49 Sekunden, die er im Staffellauf noch auf 46,5 Sekunden verbesserte.

„Für uns als Laufgemeinschaft aus Dorfvereinen ist der Titel ein Highlight“, sagt Schiller mit Blick auf die gut aufgestellte Konkurrenz. „Die Münchner hatten allein vier Physiotherapeuten dabei“, sagt Forstreuter. So etwas kann die LG UFO ihren Sportlern nicht bieten. Ursprünglich aus dem Einzugsgebiet der LG UFO kommen allerdings nur Forstreuter und Ersatzmann Ole Böhl, der das Team von der Bank aus unterstützt hat. Der Rest der „Allstars aus Niedersachsen“, wie Forstreuter sein Team auch nennt, trainiert eigentlich in Hannover und hat sich in einer Kooperation der LG angeschlossen.

Trainer Rybizki ist stolz auf seine Jungs, die spätestens jetzt nichts mehr mit „Unbekannten (Flug-) Objekten“ gemein haben, und hat sie in die Ferien geschickt. „Das war der krönende Abschluss der Saison“, sagt Forstreuter.

Von Johanna Müller