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Lokalsport Starker MPE Celle bestraft sich selbst
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19:19 28.02.2010
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Mit der Vorstellung seines Teams war Trainer Alexander Grah richtig zufrieden. Mit dem Ergebnis konnte er es nicht sein. „Wir haben wirklich superstark gespielt. So konzentriert und zielgerichtet haben wir in dieser Saison noch nicht gespielt“, sagte er und attestierte seinem Team „die wohl beste Saisonleistung“. Doch zu einem Sieg sollte es für Handball-Oberligist MTV Post Eintracht nicht reichen. Vielmehr musste man sich nach einem Gegentreffer zwei Sekunden vor dem Ende beim MTV Großenheidorn mit einem 32:32 (10:14) zufrieden geben.

Einen dunklen Fleck auf der ansonsten „astreinen Vorstellung“ fand Grah dann aber doch noch. Und damit meinte er die Schlussphase der Partie. In der 56. Minute hatte sein Team noch mit 31:28 geführt, bevor „das Drama“, wie es der MPE-Coach nannte, begann. Celle ließ anschließend drei Tempogegenstöße ebenso ungenutzt wie einen Siebenmeter. „Das hat das gesamte Spiel gedreht“, meinte Grah. „Insofern fühlt sich das Unentschieden schon wie eine Niederlage an.“

Die Celler hatten stark begonnen und führten nach nur zwei Minuten bereits 3:0. Dann kam Großenheidorn zwar etwas besser ins Spiel und schaffte beim 5:5 (12.) auch den Ausgleich, dennoch waren die Gäste insgesamt die tonangebende Mannschaft. Obwohl Celle eine Vielzahl von Zeitstrafen hinnehmen musste (insgesamt 10) lag man anschließend ständig in Front und lag zur Pause vollkommen verdient mit 14:10 in Front.

An der souveränen Spielweise änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Celle hatte die Partie in der Hand und lag ständig mit drei oder vier Toren in Front. Von diesem Weg ließen sich die Gäste auch nicht nach der roten Karte für Henrik Weinmann, der in der 39. Minute die dritte Zeitstrafe bekommen hatte, abbringen.

Über 18:15 (38.) und 26:22 (43.) führte MPE auch noch nach 50. Minuten mit 30:26. Alles deutete auf einen Auswärtssieg hin. Doch in der Schlussphase gab Celle einen Zähler dann doch noch aus der Hand. Nicht nur, dass die Gäste in den letzten Minuten drei hochkarätige Chancen ausließen, zeigten die Schiedsrichter zehn Sekunden vor dem Ende Zeitspiel an. Der folgende Pass landete bei Großenheidorn, dass den sofort eingeleiteten Konter mit dem Ausgleich abschloss. „Das offenbare die Dramatik eines Handballspiels“, meinte Grah. „Wenn man nicht bis zum Schluss konzentriert ist, kann das unangenehme Folgen haben.“

MTV Post Eintracht Celle: Oehus, Kibellus, Schöne – Müller (7/2), Baris (3), Löbens (1), Rodehorst (3), Kahle (5), Weinmann (2), Dehning (2), Niebuhr (3), Kothe (6), Lüer.