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Lokalsport Stellvertretender Bürgermeister: Wahl in Faßberg gescheitert
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23:33 08.02.2014
Von Uwe Meier
Kathrin Schulz
Faßberg

Die CDU-Fraktion hatte Michaela Maniewski für den Ratsvorsitz nominiert und der SPD-NWG-Gruppe angeboten, im Gegenzug Angelika Cremer (SPD) als Vertreterin von Bürgermeister Frank Bröhl mitzuwählen. Die SPD schlug aber als eigenen Kandidaten für den Ratsvorsitz Frank Bielfeldt vor, der allerdings in der geheimen Abstimmung gegen Maniewski den Kürzeren zog. Bei der Wahl zur stellvertretenden Bürgermeisterin bekam Angelika Cremer dann im ersten Wahlgang nicht die notwendigen Stimmen für eine absolute Mehrheit und zog darauf zurück. „Wenn ich das Vertrauen nicht habe, brauche ich auch nicht noch einmal antreten”, sagte Cremer im Nachgang zu Sitzung.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Bogmaier hält die Nicht-Wahl von Cremer für „eine Retourkutsche. So wurde es mir auch aus den Reihen der CDU gesagt”. Er begründete die Gegenkandidatur beim Ratsvorsitz mit einem Beschluss der Mitgliederversammlung: „Daran waren wir gebunden.” Die geheime Wahl, die von der CDU bei der Wahl von Cremer beantragt wurde, sei sicher ein nicht notwendiger Schritt gewesen. Bogmaier erwartet, dass die „bisher vertrauensvolle Arbeit der beiden großen Gruppen im Rat damit einen Knacks bekommen hat, der in der kommenden Zeit für Verzögerungen sorgen kann.” So sieht es auch Angelika Cremer: „Es wird schwieriger. Das war schon in der Ratssitzung zu sehen.”

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Nickel sieht das nicht so und verteidigt das Vorgehen. „Wenn unsere Kandidatin für den Ratsvorsitz nicht unterstützt wird, kann man nicht erwarten, dass wir dann im Gegenzug bei der Bürgermeisterwahl für die Kandidatin der Gegenseite Hurra schreien." In den kommenden Jahren würden aber große Entscheidungen anstehen und dafür müsse es auch große Mehrheiten geben.

Auf eine breite Zustimmung stieß nach den verkorksten Wahlen zumindest der Haushalt der Gemeinde für 2014. Er weist nach den Planzahlen immer noch ein Defizit von 750.000 Euro aus. Bürgermeister Frank Bröhl ist aber optimistisch: „Der Kämmerer plant vorsichtig und in den vergangenen Jahren haben wir immer einen Ausgleich hinbekommen. Das wollen wir auch diesmal schaffen.”

Große Investitionen gibt es nicht. Nur die Projekte im Rahmen der Stadtentwicklung an der Großen Horststraße und dem Yerville-Park sowie der Ausbau des Neuen Damms in Müden werden zu Ende geführt. Tore Harmening