Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Teamgeist und Verletzungspech bei Teams aus Kreis Celle in Handball-Verbandsliga
Sport Sport regional Lokalsport Teamgeist und Verletzungspech bei Teams aus Kreis Celle in Handball-Verbandsliga
19:55 02.06.2017
Celle

Celle. SV Altencelle (8. Platz, 653:703 Tore, 27:25 Punkte)

SVA-Spielertrainer Stefan Schmidt-Kolberg ist zufrieden, zumal das Team den Klassenerhalt früh sicherte: „Wir haben in den ersten Trainingseinheiten gesehen, dass der neue Trainer und neue Spieler gut zusammen passen und der Manager talentierte Spieler nach Altencelle geholt hat.“ Dann wuchs der Teamgeist, der SVA gewann viele Spiele gegen vermeintlich stärkere Klubs. Höhepunkte waren die beiden Derbysiege gegen Müden.

Auch die volle Fan-Unterstützung freute die SVA-Verantwortlichen, genau wie die Entwicklung junger Spieler wie Thilo Kisser und Daniel Mummert oder die der Nowak-Brüder in der Defensive. Schade waren der frühe Kreuzbandriss Niklas Kolles am ersten Spieltag oder die vielen Verletzungen der Torhüter, so dass Altencelle insgesamt sieben Keeper einsetzen musste.

So geht der SVA zuversichtlich in die nächste Saison, zumal die Mannschaft mit Ex-Regisseur Malte Petersen einen wertvollen Co-Trainer gewinnt. Schmidt-Kolberg betont: „Vielen Dank an Reinhard Roselieb und alle ehrenamtlichen Helfer, die das Team unterstützen. Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“ So ist auch Team-Manager Roselieb glücklich: „Optimal. Als wir beim Hinspiel in Müden mit fünf Toren zurücklagen und das Spiel gedreht haben, hat es in den Köpfen der Spieler klick gemacht. Sie haben gesehen, was möglich ist, wenn jeder an seine Grenzen geht. Nur das Wort ,Knieverletzung‘ kann ich nicht mehr hören. Wir können froh sein, dass uns ehemalige Spieler ausgeholfen haben.“ So stellten sich Markus Woitas, Rouven Kibellus, Chris Bode und „Methusalem“ Gordon Richter in den Dienst der Mannschaft. „Tutscho“ Roselieb blickt voraus: „Nach den Abgängen von Marvin Schröer, Thorsten Dralle und Malte Petersen werden wir den Kader auch nur auf diesen drei Positionen neu besetzen. Mit Manuel Rodehorst steht ein Torwart als Neuzugang fest. Weitere Gespräche laufen.“

MTV Müden (12. Platz, 691:785 Tore, 14:38 Punkte)

Etwas gedämpfter fällt das Fazit in Müden aus. Coach Markus Haydl sagt: „Es war eine sehr durchwachsene Saison. Wir mussten schon von Beginn an sehr viel improvisieren, aufgrund der hohen Verletzungsdichte. Wir hatten quasi kein Spiel, in dem uns der gesamte Kader zur Verfügung stand. Trotzdem hat die Mannschaft auch einige gute Spiele abgeliefert. Letztlich sind wir aber zu Recht abgestiegen.“

Einer der raren Höhepunkte war der hohe Derbysieg gegen TSV Wietzendorf. Und die Zuschauer. „Unsere Fans haben auch in schlechten Zeiten zu uns gehalten“, so Haydl.

Jetzt heißt es nach vorne schauen: Anfang Juli geht die Vorbereitung los. „Wir müssen neue Spieler integrieren. Wir haben einige A-Jugendliche mit Potenzial. Die Jungs bekommen die Chance, sich zu zeigen. Zudem ist es in der Landesliga einfacher, die jungen Spieler zu integrieren“, sagt Haydl, der auf bessere Trainingsbeteiligung hofft – die Verletzungen und studienbedingten Absagen standen dem zuletzt im Wege.

Als Zugang steht bisher Maximilian Friedhoff aus Wathlingen fest und auch über eine Rückkehr von Florian Laubenstein wird gemunkelt. Weitere Verhandlungen laufen.

Von Stefan Mehmke