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Lokalsport Tennis-Ass Jennifer Wacker aus Hambühren feilt weiter an Profikarriere
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17:30 31.01.2017
Jennifer Wacker aus Hambührenfeilt daran, Tennisprofi zu werden, und nimmt dafür im März aneinem Weltranglisten-Turnier teil. Quelle: Oliver Knoblich
Hambühren

HAMBÜHREN. Zurzeit spielt die Lokalmatadorin für den TC Rot-Weiß Wahlstedt (Schleswig-Holstein) in der Regionalliga und schlägt sich bei Punktspielen souverän. Ihre jüngste Partie gegen den THC von Horn und Hamm gewann sie am Sonntag deutlich mit 6:0, 6:1. Auch bei einem Turnier in Marne ging sie als Siegerin vom Platz.

Seit Wacker bei Weltranglisten-Turnieren die internationale Bühne betreten hat, startet sie auch auf diesem Niveau durch. "Im letzten Jahr war das Ziel, Erfahrung zu sammeln, und ich habe gleich zwei Punkte bekommen. Damit bin ich zufrieden", freut sich Jenny, wie sie von allen genannt wird. Diese gilt es nun zu verteidigen: Ab drei Punkten würde Wacker ein offizielles Weltranglisten-Ranking erhalten.

Im März geht es für die Tennisspielerin wieder für ein Weltranglisten-Turnier ins Ausland. "Ägypten oder Türkei, das steht noch nicht ganz fest", sagt Wacker. Kurzfristig entscheidet sie zusammen mit Vater und Trainer Oliver Wacker, in welchem Starterfeld sie die besseren Chancen hat.

Mittlerweile ist die Hambührenerin nicht mehr allzu nervös, wenn sie bei großen Turnieren auf dem Platz steht – auch wenn es um Preisgelder von 15.000 Euro geht. "Ich bin sicherer", betont sie. Gewonnene Geldbeträge fließen zurück in die Erfüllung ihres Profi-Traums. Kleine Sponsoring-Beträge helfen ebenfalls, ansonsten tragen Wackers Eltern die finanzielle Hauptlast. "Ich verzichte auf relativ viel und gebe auch mal etwas von meinem Taschengeld dazu", sagt das Tennistalent. "Wir versuchen es solange zu machen, wie es geht."

Mindestens zwei Stunden trainiert Wacker täglich auf dem Tennisplatz, hinzu kommt das Fitnesstraining. "Wir entscheiden von Tag zu Tag, wie fit ich bin", erläutert sie. Dann wird das Tennistraining auch mal auf vier oder fünf Stunden ausgedehnt.

Sollte es mit der Profikarriere nicht klappen, interessiert sich Wacker für Sozialpädagogik und Sport. Ein Studium oder eine Ausbildung in diesen Bereichen käme für sie in Frage. "Auf jeden Fall will ich immer nebenbei Sport machen", sagt das Tennis-Ass.

Im Dezember dieses Jahres läuft die selbst gesetzte Frist von drei Jahren aus. Wacker sieht sich auf Kurs. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich im Dezember einfach aufhöre", ist sie zuversichtlich. Ihr Traum von der Profikarriere geht also weiter.

Von Amelie Thiemann