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Lokalsport Tennis-Kids aus Faßberg überraschen
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16:55 28.06.2012
Das Bezirksfinale um den NTV Schultenniscup in der Eschenhalle war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Quelle: Gert Neumann
Eschede

Acht Mannschaften aus dem Kreis Celle hatten beim Bezirksfinale des NTV-Schultennis-Cups in Eschede ihren Hut in den Ring geworfen. Aber nicht die etablierten Grundschulen fuhren mit Glücksgefühlen des Sieges oder vorderen Platzierungen heim. Die Adelheidsdorfer, Groß Hehlener und Klein Hehlener verspielten ihre Chancen schon in der Hauptrunde und kamen in keiner Wettkampfklasse unter die besten Vier – Voraussetzung für das Erreichen der Finalrunden.

Die Außenseiter dominierten und retteten die Ehre der heimischen Schulen. Die Grundschule Faßberg mit zwei zweiten und einem vierten Platz sicherten sich als Neuling auf Anhieb Platz fünf unter den achtzehn teilnehmenden Schulen, gefolgt von der Grundschule Müden, die einmal „Silber“ einheimste. Auf einem guten Mittelfeldplatz acht landete die Escheder Grundschule am Glockenkolk mit einem dritten und einem vierten Platz ebenfalls noch relativ weich. Der Gesamtsieg ging an die Grundschule Todtglüdingen aus der Region Süderelbe.

Grund traurig zu sein hatte aber keiner der Teilnehmer, auch wenn schon die eine oder andere Träne weggedrückt werden musste. Erika Ellerbeck, die Bezirksschultennisreferentin brachte es in ihrer Bilanz tröstend herüber: „Ihr alle könnt stolz auf euch sein. Niedersachsenweit haben 25.000 Schüler am Schultennis-Cup teilgenommen. Schon eure Finalteilnahme ist eine große Sache, die euch niemand mehr nehmen kann.“

„Von Jahr zu Jahr steigt das Niveau der teilnehmenden Schulen. Immer mehr haben ,Low-T-Ball‘ in ihren Sportunterricht aufgenommen, weil die Kinder viel Freude daran haben. Zugleich werben wir dadurch natürlich auch recht erfolgversprechend“, sagt Udo Dolla, der Vorsitzende der Tennisregion Südheide (Kreise Celle und Soltau).

Der Schultennis-Cup, der vor 13 Jahren als „Low-T-Ball“ ins Leben gerufen wurde, ist übrigens die einzige landesweite Wettkampfreihe für Grundschulen.

Die Regeln des Spiels sind einfach. Der weiche Ball muss mit einem Schlag unter einen Balken hindurch ins gegnerische Feld geschlagen werden. Gelingt kein Retourschlag ins gegnerische Feld, gibt es einen Minuspunkt. Bei jedem ausgespielten Punkt wechselt das Aufschlagrecht. Bei fünf Gewinnpunkten ist das Spiel gewonnen.

Zurück zur Organisation, die an keiner Stelle hakte und als Muster für Perfektion dienen kann. Sei es Ingrid Wien, die Schultenniswartin der Tennis-Region Südheide, die in bester Zusammenarbeit mit Erika Ellenbeck für die Organisation verantwortlich zeigte, sei es das Glockenkolk-Schulteam, dass auf die Minute exakt acht Spielfelder vermessen und aufgebaut hatte, sei es ein Team von Eltern, das 125 Kinder köstlich versorgte oder sei es Oliver Ellenbeck. Jugendwart des Tennis-Bezirks Lüneburg/Stade, der nur wenige Minuten nach den Spielen sämtliche Ergebnisse in den PC eingespeist hatte und ausgedruckt bereit hielt. Oder sei es die Form der Siegerehrung, bei der jeder Teilnehmer seine Urkunde und die Gewinner tolle Sachpreise bekamen.

In den Finalrunden trafen nur einmal Spielerinnen aus Celler Schulen aufeinander. Mit drei Siegen war Ciara Buchalik (Glockenkolk) durch die Vorrunde geeilt und traf dort auf Emily Adomeit. Die Faßbergerin siegte im direkten Vergleich mit 5:3, musste sich im Endspiel mit dem gleichen Ergebnis aber gegen Samira Catuk aus Soltau geschlagen geben. Dass letztlich jeder jeden schlagen kann – auch das macht den Reiz des Schultennis-Cups aus.

Von Gert Neumann