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Lokalsport Thomas Reich legt den Krummstock nieder
Sport Sport regional Lokalsport Thomas Reich legt den Krummstock nieder
16:53 22.02.2012
Von Heiko Hartung
Thomas Reich h‰ngt Hockey-Schl‰ger an den Nagel Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Gefeiert wurde der Abschied trotzdem. „Erst beim Italiener, dann bei mir zuhause in Nienhagen“, erzählt der 40-Jährige. Als Abschiedsgeschenk gab es vom Team eine Collage mit Fotos der sportlichen Höhepunkte der vergangenen Jahre.

Der Grund für Reichs Rückzug: „Ich möchte einfach mehr Zeit für mich haben. Als Trainer muss man immer bereit stehen, darf nie fehlen – egal, ob beim Training oder Spiel.“

Der Erfolg stellte sich bei Reich schon in jungen Jahren ein. Mit 16 Jahren gab er sein Bundesliga-Debüt beim DHC Hannover. „Aufgrund meines Alters durfte ich damals nur mit einer Sondergenehmigung auflaufen“, erinnert sich der Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Winsen. Als Jugendspieler holte er mehrere Landesmeistertitel, auch eine norddeutsche Vizemeisterschaft und ein siebter Platz bei der Deutschen Meisterschaft stehen zu Buche. Den Sprung in den Jugend-Nationalkader verpasste Reich damals nur knapp.

Vor 13 Jahren kam Reich nach Celle, die vergangenen drei Jahre war er Spielertrainer beim MTV Eintracht. Jetzt soll ihn eine Doppelspitze ablösen: Die MTVE-Spieler Martin Winterhoff und Jan Philipp Ripke übernehmen das Amt als Spielertrainer gemeinsam. „Beide sind ausgebildete Trainer, haben Erfahrung aus dem Jugendbereich. Sie werden den Job gut machen“, ist sich Reich sicher. Für die im März beginnende Feldsaison sieht Reich trotz des Abstiegs in der Halle nicht schwarz. „Die Abgänge halten sich in Grenzen, aus dem Jugendbereich kommen talentierte Spieler nach“, weiß Reich.

Wenn man den früheren Bundesligaspieler reden hört, kann man nicht ganz glauben, dass er seinen Krummstock für immer aus der Hand gegeben hat. „Wenn‘s juckt, werde ich wohl hier und da beim Training vorbeischauen“, sagt der Ex-Coach. „Und wenn wirklich Not am Mann ist, würde ich wohl auch noch mal für den MTVE in einem Heimspiel auflaufen.“