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Lokalsport Tierschützer gegen Bogensportereignis?
Sport Sport regional Lokalsport Tierschützer gegen Bogensportereignis?
18:45 18.02.2010
Severloh

Die Ankündigung, dass das Ereignis teilweise in einem Waldgebiet stattfinden würde, führte offenbar bei Tierschützern zur Sorge, dass durch die Sportler Wildtiere aufgescheucht oder auf andere Weise gestört würden. „Diese Gerüchte haben wir auch gehört, allerdings war bislang noch niemand bei uns, und es besteht auch kein Grund sich zu beschweren“, sagt Sylvia Brammer vom Reiterhof Severloh. „Die gesamte Sportveranstaltung findet auf einem extra abgesperrten Parcours entlang normaler Wanderwege statt, die ohnehin jederzeit begangen werden könnten“, sagt sie. Wildtiere würden daher auf keinen Fall von den Bognern gefährdet.

„Allerdings können wir die Sorge durchaus verstehen“, sagt Brammer. „Nach dem harten Winter sind viele Wildtiere zurzeit extrem geschwächt, da können kleine Störungen schon fatale Folgen haben. Wir sorgen aber aktiv dafür, dass alle Wildtiere um unseren Reiterhof genug Futter bekommen und dass sie von solchen Veranstaltungen wie den Wintergames nicht gestört werden.“

Sogar das Gerücht von einer Anzeige gegen die Veranstalter machte die Runde. Polizeisprecher Christian Riebandt klärt aber auf: „Bei uns liegt nichts vor. Außerdem finden die Wintergames auf Privatgelände statt. Nach allen Sicherheitsvorkehrungen, die die Veranstalter für Besucher und die Umwelt getroffen haben, sieht die Polizei keinen Grund, warum sie am Wochenende im Severloh eingreifen sollte.“

Von Björn Schlüter