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Lokalsport Tischtennis-EM: Hippler und Meissner setzen sich in Viertelfinale gegen Italien durch
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18:35 17.07.2017
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„Ich bin natürlich überglücklich, gleich bei meiner ersten EM-Teilnahme eine Medaille geholt zu haben“, strahlte Meissner über beide Wangen. Für seinen Team-Kollegen aus Celle war es bereits das zweite Edelmetall, denn vor einem Jahr hatte Hippler mit Nils Hohmeier in Zagreb Doppel-Gold gewonnen.

Trotz des Italien-Sieges und der damit geglückten Revanche für die Viertelfinal-Niederlage 2016 stellte der 17-Jährige selbstkritisch fest, „dass ich sehr viele Chancen ausgelassen habe“. Bei seiner 9:11-, 12:14-, 11:4- und 10:12-Niederlage im Auftakteinzel gegen Daniele Pinto nutzte der Linkshänder Führungen im zweiten (12:11) und vierten Durchgang (10:8) nicht aus.

Engemann sorgte anschließend mit einem 3:0-Erfolg gegen Matteo Mutti für den 1:1-Ausgleich. Anschließend verlor jedoch auch Cedric Meissner sein Einzel gegen Antonino Amato mit 9:11, 9:11, 11:5 sowie 9:11. Auch das zweite TuS-Talent in Portugal besaß gute Möglichkeiten zum Sieg. Allerdings wurden im ersten (6:3) und zweiten Abschnitt (9:4) Führungen nicht nach Hause gebracht.

Die DTTB-Auswahl lag damit 1:2 zurück, als Tobias Hippler gegen Matteo Mutti antreten musste. Beim Stand von 10:6 im fünften Satz für den Deutschen sah alles nach einem am Ende sicheren Sieg aus. Doch der Drittligaspieler machte es spannend und verlor die nächsten fünf Ballwechsel. Mutti hatte Matchball und war damit nur noch einen Punkt vom Halbfinale entfernt. Doch Hippler zeigte Nerven und drehte die Partie noch zu seinen Gunsten (13:11). In der letzten Begegnung ließ Gerrit Engemann beim Vier-Satz-Sieg gegen Daniele Pinto nichts mehr anbrennen.

Danach war die Freude bei den Zhu-Schützlingen riesengroß, denn durch den Halbfinal-Einzug hat sich das Team automatisch auch für die Jugend-Weltmeisterschaften in Riva del Garda (26. November bis 3. Dezember) qualifiziert. „Es war das erwartet schwere und spannende Spiel“, blickte der Bundestrainer zurück. „Die Jungs wollten unbedingt die Medaille gewonnen und sind für ihre Einstellung belohnt worden.“

Von Marco Steinbrenner