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Lokalsport Tischtennis-Regionalliga: TuS Celle 92 gelingt Revanche gegen Schwarzenbek
Sport Sport regional Lokalsport Tischtennis-Regionalliga: TuS Celle 92 gelingt Revanche gegen Schwarzenbek
20:46 16.03.2015
Von Christopher Menge
Erfolgreich im Entscheidungsdoppel: Celles Mannschaftsführer Björn Ungruhe (links) und sein designierter Nachfolger Niklas Matthias holten gegen Schwarzenbek den neunten Punkt. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Das größte Lob bekam Matchwinner Björn Ungruhe von seiner Tochter. „Gut gemacht, Papi“, rief sie nach dem Sieg im Entscheidungsdoppel, den der Celler Mannschaftsführer gemeinsam mit Niklas Matthias errungen hatte. Die Celler beendeten durch den 9:7-Erfolg in der Tischtennis-Regionalliga damit die Negativserie gegen den SV Schwarzenbek.

Dabei hatte der Tag mit Hiobsbotschaften begonnen. Tobias Hippler musste wegen akuter Magen-Darm-Probleme passen. Auch der Celler Mannschaftsführer Björn Ungruhe hatte damit in der Nacht vor dem Spiel Probleme. Da die Mannschaft des TuS Celle beim Ausfall beider Spieler aber wohl chancenlos gewesen wäre, erklärte sich Ungruhe bereit, zum Spiel zu kommen. Zum Glück für die Celler: Ungruhe gewann nicht nur das Entscheidungsdoppel, sondern auch beide Einzel.

Falko Turner, der seit neun Monaten wieder in Deutschland war, sprang für Hippler ein, obwohl er in den vergangenen vier Monaten in Nepal war und dort keinen Tischtennisschläger in die Hand genommen hatte. Seine Fitness hatter Turner allerdings schon einen Tag zuvor in der zweiten Mannschaft unter Beweis gestellt: Durch seine zwei Einzelsiege und einen Doppelsieg mit Frank Brinkmann sicherte er den Relegationsplatz zum Aufstieg in die Landesliga.

Trotz seines angegriffenen Gesundheitszustandes spielte Ungruhe zusammen mit Niklas Matthias im Doppel eins. Mit riskanten Angriffsschlägen wollten die beiden die Ballwechsel möglichst schnell beenden – was aber zu häufig zu Punkteverlusten führte. Daher wurde der erhoffte Punkt nicht erzielt. Überraschend wäre dafür aber beinahe das „Notdoppel“ Hohmeier/Turner in die Bresche gesprungen. Sie hatten bei einer Führung von 9:7 im fünften Satz alle Siegeschancen gegen das gegnerische Spitzendoppel, aber die nächsten vier Bälle gewannen die Schwarzenbeker Sören Wegner und Frederik Spreckelsen. Da aber zumindest Yannick Dohrmann und Tim Fricke ihr Doppel gewannen, stand es vor den Einzeln 1:2.

Das obere Paarkreuz Hohmeier und Dohrmann musste jeweils nach 2:1-Satzführungen noch 2:3-Niederlagen hinnehmen, sodass beim 1:4-Rückstand die Aussichten auf einen Punktgewinn denkbar schlecht waren. Aber Ungruhe zeigte, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Es war bewundernswert, wie er sich gegen den Aufschlagkünstler Florian Ihde immer wieder ins Spiel zurückkämpfte, um dann in der Verlängerung des Entscheidungssatzes zu gewinnen.

Mit nur einem Punkt Rückstand ging es schließlich in den zweiten Einzeldurchgang. „Da war ich mir sicher, dass wir gewinnen, da wir oben auf jeden Fall punkten werden“, sagte Youngster Nils Hohmeier. Er sollte Recht behalten. Nach den Einzeln stand es 8:7. Im Entscheidungsdoppel waren Ungruhe und Matthias schließlich nicht wiederzuerkennen und unter den Anfeuerungsrufen der bis zum Schluss nach über vier Stunden Spielzeit ausharrenden Zuschauer und der Mannschaft wurden die Big Points gemacht.

„Hoffentlich können wir mit dem vierten Platz, der uns nur noch theoretisch zu nehmen ist, wieder Bundesliga-Tischtennis in Celle zeigen. In der nächsten Woche wissen wir mehr“, sagte Ungruhe, der dann aber nicht mehr aktiv sein wird. „Wir werden vom Verein aber alles tun, um ihn auch in der nächsten Saison als rechte Hand unseres Trainers dabeizuhaben“, sagte Manager Dieter Lorenz, „die Mannschaft braucht ihn als Berater, Coach und Motivator.“