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Lokalsport Tischtennis-Regionalligist TuS Celle 92 verliert zum Rückrundenauftakt
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16:33 13.01.2014
Von Heiko Hartung
Sprang nach dreimonatiger Krankheitspause ein: Falke Turner. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die erste Hiobsbotschaft ereilte die Tischtennis-Mannschaft des TuS Celle 92 schon am Vorabend des ersten Rückrunden-Spiels gegen TTS Borsum: Tobias Körnig meldete sich krank ab. Ausgerechnet für das Niedersachsen-Derby. Doch die positive Überraschung kam prompt: Falko Turner sprang ein, obgleich er in den letzten drei Monaten aufgrund einer Erschöpfungs-Krankheit den Schläger nicht schwingen durfte. Und: Diese vorbildliche Einstellung hätte fast zu einem unerwarteten Punktgewinn gegen die favorisierten Borsumer gereicht. „Ein tolles Spiel, das unter die Haut ging. Leider mit keinem glücklichen Ausgang für uns“, sagte Manager Dieter Lorenz. Mit 6:9 verlor das TuS-Team um Trainer Frank Schönemeier und bleibt als Drittletzter auf einem Abstiegsrang.

Vor 100 Zuschauern sahen die Fans beider Lager ein packendes Tischtennisspiel. Aus den Doppeln gingen die Herzogstädter mit einer 2:1-Führung heraus. Björn Ungruhe/Niklas Matthias erkämpften mit einem Arbeitssieg über Hagemann/Levi Kolbe die Führung für TuS. Zwar unterlagen Nils Hohmeier/Turner gegen das Spitzendoppel der Gäste, doch Yannick Dohrmann/Andre Kamischke wetzten die Hinrundenscharte gegen Schmidt/Nick Kolbe aus und gewannen sicher. Im oberen Paarkreuz machte Ungruhe gegen Petersen mit einem 15:13 im fünften Satz den Sieg perfekt. Fakt ist: Der Senior im TuS-Team kann auch im vorderen Paarkreuz noch Spiele im Entscheidungssatz gewinnen – in der vergangenen Saison wartete man darauf vergeblich.

Hohmeier musste sich der Routine der gegnerischen Nummer 1, Patrick Decker, letztlich beugen. Bitter für den Youngster: Nach dem Spiel zog er sich eine schmerzhafte Verletzung am Fuß zu, die einen Einsatz im zweiten Spiel gegen Petersen unmöglich machte: Hohmeier: „Ich bin noch während des Spiels ins Krankenhaus gefahren. Glücklicherweise handelt es sich ,nur‘ um eine schwere Bänderdehnung.“ Folge: ein bis zwei Wochen Pause.

Matthias fand gegen den Landesranglistensieger der Herren, Marius Hagemann, erst ab Satz drei ins Spiel und verlor im Entscheidungssatz. Weil auch Dohrmann gegen Schmidt verlor, war die Führung futsch. Im unteren Paarkreuz verlor Turner beide Einzel. „Naturgemäß merkte man Falko die Pause an, doch wird er sehr bald wieder seine gewohnte Leistungsstärke erreichen“, ist sich Ungruhe sicher.

Kamischke revanchierte sich unterdessen am Nebentisch gegen Nicks Zwillingsbruder Levi Kolbe für die Hinspielniederlage. Im Spitzeneinzel drehte Ungruhe die Partie gegen Decker und gewann 3:2. Nach dem kampflos abgegebenen Einzel von Hohmeier unterlag Dohrmann abermals. Matthias hielt indes TuS mit einem Sieg im Spiel. Weil im hinteren Paarkreuz jedoch kein Punkt gelang, war die Chance auf einen Punktgewinn im Abschlussdoppel dahin. Endstand 9:6 für Borsum.

„Eins ist klar: Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Mit einem fitten Turner hätte es vielleicht zu einem Punktgewinn gereicht“, urteilt Ungruhe. Und Niklas Matthias trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er sagt: „In einem Phönix-Asche-Zyklus befinden wir uns im Spät-Asche Stadium.“