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Lokalsport Tischtennis-Regionalligist TuS Celle 92 vor fast unlösbarer Aufgabe
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20:36 27.11.2014
Von Oliver Schreiber
Auf Celles Yannick Dohrmann warten fast unlösbare Aufgaben, sollte er im Heimspiel gegen den - TTC Düppel im oberen Paarkreuz zum Einsatz kommen. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Der Tabellendritte aus Zehlendorf macht sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Herbstmeisterschaft, die er allerdings selbst in Gefahr brachte. Im letzten Spiel stürzte der Hauptstadt-Klub durch eine überraschende Niederlage beim MTV Jever von der Spitze. Allerdings profitierte auch Jever davon, dass Düppel auf Lietzau, der auf Grund seines Berufes als Arzt nur wenig Zeit für Tischtennis hat, verzichten musste.

Trotz der bisherigen drei Partien ohne ihren Spitzenspieler verfügen die Berliner über das mit Abstand beste obere Paarkreuz der Liga. Von 28 Matches gewannen sie 22, auch wenn die Nummer drei, Patrick Strahl, für Lietzau neben Sebastian Stürzebecher aufrückte. Stürzebecher hat die beste Bilanz aller Spieler im oberen Paarkreuz, dementsprechend geht es für die Blau-Gelben hier nur um Schadensbegrenzung. „Da wir auch in den Doppeln nicht überlegen sein werden, ist für uns entscheidend, dass wir im oberen Paarkreuz ein 0:4 vermeiden, in der Mitte positiv spielen und unten alles gewinnen. Das traue ich uns durchaus zu“, meint Ungruhe.

Die Celler hoffen neben dem Ausfall von Lietzau bei den Gästen auf einen Einsatz ihrer Nummer eins Nils Hohmeier, der zuletzt durch seine Verletzung am Syndesmoseband nicht mitwirken konnte. Ansonsten würde Yannick Dohrmann neben Ungruhe oben spielen. „Stürzebecher und auch Lietzau wären für mich kaum zu bezwingen. Gegen Strahl kann ich hingegen auf ein offenes und ausgeglichenes Spiel hoffen. Die Unterstützung durch unsere Fans ist da sicherlich auch ein Vorteil für mich. Das kann den Ausschlag geben“, sagt Dohrmann.

Im mittleren Paarkreuz bekommen es die Celler mit Berlins polnischem Neuzugang Radoslaw Zabski und Eigengewächs Johannes Heise zu tun. Ein Sieg gegen Zabski wäre eine Überraschung, gegen Heise sollten hingegen zwei Siege möglich sein. Genau dies ist auch die Vorgabe im unteren Paarkreuz – allerdings gegen beide Berliner Spieler. Unabhängig davon, ob hier bei Celle Andre Kamischke oder Tobias Körnig neben Tim Fricke zum Einsatz kommen.

Die Gäste aus der Bundeshauptstadt haben übrigens eine interessante Geschichte. Im Jahr 2006 übernahm Klaus Lietzau, Vater von Markus, den Verein mit gerade einmal sieben Mitgliedern. Heute sind es rund 400, der TTC hat alleine zehn Herren-Teams. Die erste Mannschaft feierte neun Aufstiege in Folge, Endstation soll die Bundesliga sein.