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Lokalsport Tischtennis: TuS Celle 92 will in 2. Liga aufsteigen
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18:46 14.08.2017
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

celle. „Mit dieser starken, hochtalentierten Mannschaft müssen wir einfach aufsteigen. Ansonsten werden wir Akteure von diesem Format nicht in Celle halten können“, weiß Teammanager Dieter Lorenz. In der vergangenen Saison schrammten die Spieler des TuS Celle 92 nach einer überzeugenden Saison bereits nur ganz knapp am Aufstieg vorbei. Nachdem man im Saisonendspurt des spannenden Meisterschaftskampfs nicht am TTC GW Hamm vorbeikam, war die Enttäuschung groß, als es auch in der Relegation gegen NSU Neckarsulm und TTC Frickenhausen letztlich nicht zum angepeilten Aufstieg reichte.

Jetzt soll ein weiterer Anlauf Richtung in Richtung 2. Bundesliga gestartet werden. „Wir haben mit dieser Mannschaft eine reelle Chance, ganz vorne zu landen. Aber das wird richtig schwer, denn auch die Konkurrenz hat sich massiv verstärkt“, weiß Celles langjähriger Coach Frank Schönemeier, der gleichzeitig auch Norddeutscher Landestrainer ist. Er prognostiziert einen Vierkampf mit den Teams von Hertha BSC Berlin, SV Union Velbert und TTC Rhön Fulda-Maberzell II.

Für ihr großes Ziel trainieren die Celler Spieler, die das jüngste Team der Liga stellen, hart: In den Zentren Hannover, Bremen oder Düsseldorf stehen sie von montags bis freitags jeden Tag bis zu sechs Stunden an der Platte.

Dazu gibt es mit Yoshihiro Ozawa, der zuletzt für den Zweitligisten TTC Indeland Jülich den Schläger schwang, ein neues Gesicht im Celler Team. Als Mitglied der Bremer Trainingsgruppe brachte sich der 24-jährige selbst ins Gespräch und konnte für TuS Celle 92 verpflichtet werden. „Er ist von der Spielstärke her unsere Nummer Zwei, wird uns aber nur zweimal drei Monate zur Verfügung stehen“, sagt Trainer Schönemeier, der ansonsten ganz auf die Förderung und Entwicklung seiner jungen deutschen Spieler setzt.

„Yoshi ist als offensiver Linkshänder eine große Verstärkung für uns. Mit ihm können wir den Aufstieg schaffen“, meint der erst 17-jährige Cedric Meissner, der im Juli bei der Jugend-EM im portugiesischen Guimares zusammen mit TuS-Teamkamerad Tobias Hippler sensationell die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb gewann.

Ähnlich sieht das auch Spieler Nils Hohmeier. „Wir haben noch etwas gutzumachen und sind bereit dafür. Wir sind so stark, dass wir jeden schlagen können“, ist sich der 19-jährige Jugend-Europameister im Doppel von 2016 sicher.

Mit ganzen 25 Jahren ist Philipp Floritz bereits der „Senior“ im Team. Der in Bremen lebende Tischtennisprofi und ehemalige Erstligaspieler, der bei den TT-World-Tours in Brasilien und Chile in diesem Jahr sogar einmal bis ins Finale vorstieß, schlägt in die gleiche Kerbe wie seine Mitspieler. „Alle haben nochmal einen Sprung gemacht. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben und das nötige Quäntchen Glück haben, werden wir ganz vorne mitspielen“, ist die aktuelle Nummer 18 der deutschen Rangliste überzeugt.

In puncto Glück könnte sein Hund „Scotch“ vielleicht den Ausschlag geben. Der kleine freundliche Vierbeiner ist dem Publikum in der oft bis auf den letzten Platz gefüllten Altstädter Sporthalle seit der letzten Saison bereits bestens als zuverlässiger Glücksbringer bekannt.

Von Jochen Strehlau