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Lokalsport Tischtennis-Zweitligist TuS Celle 92 klettert auf Rang sieben
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18:23 12.03.2012
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Nach 2:05 Stunden Spielzeit war auch schon wieder alles vorbei. Tischtennis-Zweitligist TuS Celle 92 hatte sein Auswärtsspiel beim MTV Jever sicher mit 9:2 gewonnen. Die kaum geforderten Celler überließen dem Gegner nur einen Sieg im Doppel und gaben ein Einzel aufgrund einer Verletzung von Julien Indeherberg kampflos ab. Sicher und für die 2. Bundesliga eher ungewöhnlich schnell, machten die Celler den sechsten Saisonsieg perfekt.

Die Verletzung Indeherberg war der negative Höhepunkt des Partie. Während die Spitzeneinzel bereits liefen, kam es abseits des Spielfeldes zu einer unglücklichen Situation. Julien Indeherberg bat seinen Mannschaftskameraden nach dem anstrengenden Doppel um eine Wasserflasche. Statt sie über den Coach Christoph Schipper weiter zu reichen, kam Sebastian Stürzebecher auf die folgenschwere Idee, die Glasflasche zu Julien Indeherberg zu werfen. Doch die Flasche zerbarst auf dem Boden und ein Splitter bohrte sich in den Oberschenkel von Indeherberg. Die entstehende Wunde war so tief, dass er zum Nähen in ein 40 Kilometer entferntes Krankenhaus nach Emden gefahren werden musste. Inzwischen geht es dem Verletzten besser. Doch da die Fäden erst in zehn Tagen gezogen werden, ist sein Einsatz am nächsten Koppelspieltag ungewiss. Damit ist der Plan, auf alle Fälle den sportlichen Klassenerhalt zu schaffen, deutlich schwieriger geworden.

Unter diesem Aspekt geriet die Partie in Jever in den Hintergrund. Die Partie gegen die sieg- und punktlosen Gastgeber fand nur ein geringes Zuschauerinteresse. Das Team aus der Herzogstadt war klarer Favorit. Alles andere als ein hoher Sieg wäre überraschend gewesen. Diese Auffassung sollte sich auch während der gesamten Partie bestätigen, allerdings war das Ergebnis durch die zwei abgegebenen Spiele „knapper“ als vorher erwartet.

Insgeheim wollten die Celler wieder wie in vier Spielen zuvor alle drei Eingangsdoppel gewinnen. Aber hier hatten sie die Rechnung ohne den Kampfgeist der Jeveraner gemacht. Während Hölter/Stürzebecher und Tran Le / Hoffmann ihre Doppel klar in drei Sätzen gewannen, mussten Mühlbach/Indeherberg den ersten Satz knapp zu Zehn abgeben. Danach gewann sie zwar die nächsten beiden Sätze sicher, um dann den vierten Satz wieder zu zehn zu verlieren. Im Entscheidungssatz waren die Celler mit 3:11 chancenlos und so betrug der Vorsprung nur 2:1. Doch anschließend ließen die Celler nichts mehr anbrennen. Abgesehen von dem durch die Verletzung kampflos abgegebenen Punkte, wurden alle weiteren Spiele gewonnen und der 9:2-Sieg perfekt gemacht.

Der war auch nötig. Denn Mitkonkurrent Velbert hatte an diesem Spieltag dank ihrer Heimstärke trotz eines 6:8-Rückstandes gegen Hertha BSC einen weiteren Punkt erkämpft. So haben die Celler zwar an diesem Wochenende den einen Punkt Rückstand gegen Velbert aufgeholt und sind dank des deutlich besseren Spielverhältnisses in der Tabelle an Velbert vorbeigezogen Zwar hat Velbert kein Heimspiel mehr und nur noch drei Auswärtsspiele. Dennoch sind die Celler in den noch ausstehenden vier Spielen auf mindestens einen Überraschungssieg angewiesen, um das auch zu bleiben. Denn Velbert tritt noch gegen Jever an. Ähnlich verhält sich die Situation auch gegenüber Hagen. Auch Hagen spielt noch gegen Jever, so dass der direkte Vergleich im April in Hagen die Entscheidung bringen, ob Celle sein sportliches Ziel erreichen kann.

Den Grundstein dafür haben die Celler mit dem Sieg beim MTV Jever gelegt. Am kommenden Sonntag steht das vorläufig letzte Heimspiel für Celle in der 2. Bundesliga gegen Borussia Dortmund auf dem Programm.