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Lokalsport Torflaute sorgt beim SVG Celle für Sorgenfalten
Sport Sport regional Lokalsport Torflaute sorgt beim SVG Celle für Sorgenfalten
20:20 12.02.2015
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Dass die Bäume nach der Bundesliga-Rückkehr für den SVG Celle nicht in den Himmel wachsen würden, war klar. Doch nachdem der Aufsteiger vielversprechend in die Saison gestartet war und aus den ersten neun Begegnungen acht Punkte eingesammelt hatte, schien es, als könne man etwas ruhiger durch die Saison marschieren. Der Schein trügt: Nach sechs Spielen im Jahr 2015, die allesamt mit Niederlagen endeten, ist der erspielte Vorsprung auf die Abstiegsplätze fast aufgebraucht. Alarmstimmung herrscht deshalb beim SVG zwar nicht. Aber so viel ist sicher: In den kommenden Wochen müssen Punkte her, um den Traum vom angestrebten Klassenerhalt Wirklichkeit werden zu lassen.

Doch – und das ist nun wahrlich nichts Neues – um Siege einzufahren, müssen genügend Tore erzielt werden. Und in diesem Punkt tat sich die SVG-Mannschaft zuletzt schwer. In den vergangenen drei Heimspielen erzielte Celle jeweils nur 22 Treffer. Das war zu wenig, um zu punkten. „Wir haben Schwächen im Angriff. Das kann man nicht wegdiskutieren“, muss Trainer Martin Kahle eingestehen. Es fehlt an Durchschlagskraft. Ein Problem, das sich durch Verletzungen von Rückraumspielerinnen weiter verschärft hat. So musste Kathrin Schulz zuletzt aufgrund einer Schulter- und Ellenbogenverletzung gänzlich passen. Zudem plagt sich mit der Haupttorschützin Renee Verschuren eine Führungsspielerin mit Rückenproblemen herum, die ihren gesamten Bewegungsablauf hemmen. Hinzu kommt, dass sich die anderen Teams besser auf die Celler Stärken eingestellt haben. „Es kommt da schon einiges zusammen. Wir werden durch die acht Punkte zum Auftakt ganz anders wahrgenommen“, sagt Kahle. Die zur Verfügung stehenden Alternativen sind angesichts von insgesamt nur fünf etatmäßigen Rückraumspielerinnen im SVG-Kader begrenzt. „Wir sind in der Offensive nicht effektiv genug. Wir werfen nicht genügend Tore“, weiß auch SVG-Geschäftsführer Bernd Bühmann.

Problem erkannt – Problem gebannt? In diesem Punkt will sich Bühmann nicht in die Karten sehen lassen. Nur so viel: „Wir überlegen, ob wir kurzfristig etwas machen können“, sagt er hinsichtlich einer möglichen Verstärkung. Fakt ist allerdings, dass der SVG in finanzieller Hinsicht keine großen Sprünge machen kann. Fakt ist aber auch, dass eine mögliche neue Spielerin gleich mehrere Eigenschaften auf sich vereinen muss: Erfahrung, schneller Kontakt zur Mannschaft, kurze Eingewöhnungszeit, möglichst Linkshänderin, und sie muss dem Team schnell weiterhelfen. Solche Spielerinnen gibt es nicht wie Sand am Meer. Zudem muss das alles innerhalb kürzester Zeit geschehen. Am Sonntag schließt das letzte Transferfenster der Saison. Danach geht hinsichtlich Neuverpflichtungen nichts mehr.