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Lokalsport „Total enttäuscht“: SV Altencelle erlebt Debakel
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17:24 26.11.2018
Altencelles Sebastian Ebel hat gegen Heidmark nur einen Treffer erzielen können. Quelle: David Borghoff
Bad Fallingsbostel

Auweia: Der SV Altencelle ist nicht gerade als Favorit nach Bad Fallingbostel gefahren. Aber dass das Team in der Verbandsliga-Partie bei der HSG Heidmark gleich mit 19:30 untergeht, das hätten wohl nur die größten Pessimisten erwartet. Die Altenceller blieben im Heidekreis erschreckend chancenlos. Und das lag vor allem und mal wieder an der maroden Deckung des SVA. Nach der höchsten Schlappe der Saison sind die Rot-Gelben zwar weiter Elfter, aber die Rote Laterne ist nur zwei Punkte entfernt.

Sichtlich genervt war dann auch SVA-Trainer Martin Kahle nach dem Spiel: „Kurz gesagt, ich bin einfach total enttäuscht. Wir müssen das jetzt intern ansprechen, denn wir stecken ganz unten drin.“

Nach dem 4:4 durch SVA-Torjäger Benjamin Moritz in der achten Minute schien die Welt für die Rot-Gelben noch in Ordnung. Doch schon hier machte sich der Heimvorteil bemerkbar. Denn während die Heidmarker viele einfache Tore erzielten, mussten die Celler hingegen in ihre Treffer einiges investieren – und das kostete Kraft.

Nach der ersten Zeitstrafe gegen den SVA stellte Kahle um, nahm den Torhüter heraus und brachte dafür einen zusätzlichen Feldspieler. Was vorne teilweise gut klappte, funktionierte hinten gar nicht. Die HSG erzielte zwei schnelle Treffer und zog auf 8:4 davon.

Nach einer Auszeit Altencelles sahen die Gäste zwischenzeitlich wieder Licht am Ende des Tunnels, weil Daniel Mummert auf 8:7 verkürzte (18. Minute). Doch es sollte das letzte Flackern eines Hoffnungsschimmers bleiben. Die Heidekreisler spielten abgezockt, kamen weiterhin zu einfachen Toren und führten bereits zur Halbzeit vorentscheidend mit 15:10.

Die Halbzeit-Appelle von Coach Kahle perlten an den SVA-Spielern ab wie Regentropfen vom Ostfriesennerz. Zwar ging es anfänglich noch recht ausgeglichen zu, aber um wirklich ranzukommen, war die Defensive an diesem Tag einfach zu löchrig. Für Teamsprecher Sebastian Ebel stellte die Abwehrleistung den absoluten Knackpunkt im Spiel dar: „Vorne war es nicht so schlecht, die Chancen waren da, aber die Deckung hat heute gar nicht funktioniert – und dadurch kam unser Torhüter überhaupt nicht ins Spiel.“

Bei der HSG Heidmark lief es dafür umso besser: Die Gastgeber kamen immer wieder zu leichten Torerfolgen und landeten am Ende einen krassen Kantersieg, bei dem Nils Rosemann und Thore Püschel gleich siebenmal trafen. In der Torschützenliste steht trotzdem SVA-Spieler Benjamin Moritz mit 68 Toren auf Platz zwei. Häufiger getroffen hat nur Kris Behrens vom VfB Fallersleben mit 78 Toren. Am Sonntag stehen die beiden Toptorjäger der Liga gemeinsam in der HBG-Halle. Das Heimspiel gegen den Tabellensechsten Fallersleben ist für den SVA die letzte Partie in diesem Jahr.

Tore für SV Altencelle: Mummert (1), Hahnraths (1), Moritz (8/6), Kisser (1), Wernig (1), Ebel (1), Petersen (1), Behr (5).

Von Stefan Mehmke

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