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Lokalsport Trainer der MTV Eintracht Celle Stallions ist Mann der Gegensätze
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16:54 17.04.2018
„Football is family“: Für Stallions-Chefcoach, Martin Connell, ist diese Sportart mehr als nureine Freizeitbeschäftigung. Zwischen den Aktiven und Fans besteht eine persönliche Verbindung. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Celle Stadt

„NFL auf dem Nintendo“, scherzt der Celler, mit dem Konsolenspiel habe seine Liebe für den US-Nationalsport angefangen. „Wie cool es wäre Football auch in echt zu spielen“, habe sich der in Soltau Großgewordene damals gedacht. Über gemeinsame Freunde ist er zu den Fallingbostel Force gekommen. Zwei Jahre lang hat er sich dort als Runningback den Weg durch die gegnerische Defensive frei gelaufen. Eine wilde Zeit sei es gewesen, erinnert er sich schmunzelnd. Das Team habe auf dem Rugbyfeld des englischen Militärs trainiert. „Da haben aber auch die Offiziere ihren Golfabschlag geübt. Auf unseren Helmen hat es ganz schön oft ,klonk‘ gemacht.“

Er sei nie so der „Sportfreak“ gewesen. Aber im Gegenteil zu anderen Sportarten – und das fasziniert den zweifachen Familienvater nach wie vor – gebe es im Football für alle Interessierten eine Position, unabhängig von Statur, Größe und Schnelligkeit. „Wenn du einen Fuß vor den anderen setzten kannst und vielleicht auch noch einen Ball fängst, dann bist du auf dem Footballfeld richtig.“ Nach 14-jähriger Pause wollte es der mittlerweile 34-jährige Connell 2012 noch einmal wissen und hat bei den Benefeld Black Sharks angeheuert. „Irgendwann bist du zu alt und bereust, dass du nicht mehr gespielt hast“, habe er sich damals gesagt. In der Offensive-Line hat er noch zwei weitere Jahre den Quaterback vor ankommenden Gegner beschützt.

„Ich musste abrupt aufhören“, sagt heutige Headcoach. Als ich von der Neugründung der Celle Stallions hörte, hoffte ich für mich auf ein versöhnliches Ende.“ Er habe lange gehadert, ob er fit genug sei, um noch mitzuhalten. „Ich saß im Auto, habe die jungen Menschen gesehen und wollte eigentlich schon wieder abhauen.“ Doch sein Ehrgeiz packte ihn und so heuerte er bei den Stallions an. Noch ein Jahr dranhängen und dann als Co-Trainer helfen, so lautete sein Plan – doch schon bald leitete der erfahrene Spieler im jungen Team einen Teil der Übungseinheiten. „Ich konnte viel von meinem früheren Trainern anwenden.“ Aber dabei sollte es nicht bleiben: Als Chefcoach trainiert der Neuling jetzt „die Bande“ zusammen mit drei Assistenten und wechselnden Gastcoaches. Nebenbei hat er Taktiken und Sportmedizin gepaukt und seinen C-Trainerschein gemacht.

„1995 war an eine Coach-Fortbildung noch nicht einmal zu denken“, sagt Connell. Auch die Ligen haben sich in Deutschland etabliert. In der kommenden Saison starten die Celler Stallions erstmals im Ligabetrieb. Ihr ersten Spiel in der Landesliga Nord haben sie am 12. Mai bei den Hannover Grizzlies II. Der amerikanische Nationalsport erfreut sich auch hierzulande zunehmender Beliebtheit. Doch Football-Deutschland ist noch relativ klein, unter den Enthusiasten herrscht ein besonderer Zusammenhalt. Der Spruch „Football is family“ bestätigt sich immer wieder – auch bei den Celle Stallions – die einige Spieler in der vergangenen Saison an die Benefeld Black Sharks verliehen hatten. „Man kloppt sich, hält aber zusammen“, sagt Connell.

Es ist der Umgang mit Menschen, der für den Familienvater eine besondere Qualität annimmt. Seit 17 Jahren arbeitet der Football-Verrückte bei Lobetal. In der Tagesförderstätte begleitet er Menschen mit einer geistigen, seelischen oder Mehrfachbehinderung. „Die pädagogische Arbeit hat mir auch als Trainer geholfen“, sagt der 40-Jährige. Er ist ein Motivator, jemand der begeistern kann, der Menschen im wahrsten Sinne eine Stimme gibt. Denn als Betreiber der „Gesangsschmiede“ unterrichtet er Musiker in Stimmtechnik, Bühnenpräsenz und Songwriting. Und so facettenreich Connell als Person ist, so ist es auch seine Stimme: von rockig über leise bis hin zu soulig. Mit tiefgründigen Texten und Gitarre kehrt der „echte Kerl“ auf der Bühne auch seine sanfte Seite hervor – nun gilt es für den Musiker, auch bei den Stallions den richtigen Ton zu treffen.

Von einem „Mammutprojekt“ hatte Juliane Wolf vom VfL Westercelle im Vorfeld des Jazzdance- und Modern-Dance-Turniers in der Celler HBG-Halle gesprochen. 52 Mannschaften, fünf Turniere und mittendrin der ausrichtende VfL mit drei Teams und „Two faced“ des TuS Oldau-Ovelgönne. Während die VfL-Formationen in ihren jeweiligen Ligen am Siegertreppchen vorbeischrammten, platzierte sich „Two faced“ in der Landesliga auf dem dritten Rang.

17.04.2018

Zwei Wochen nach dem Gewinn der Bronzemedaille im U21-Wettbewerb der Spanish Open verpasste Tobias Hippler (Foto links) bei den Croatia Open in Zagreb den erneuten Sprung auf das Siegerpodest. Die Nummer zwei des Tischtennis-Drittligisten TuS 92 Celle schied nach einem souveränen 3:0-Auftakterfolg gegen Sebastian Echevarria (Purto Rico) in der zweiten Runde gegen Cristian Pletea aus Rumänien trotz einer zunächst beruhigenden 2:0-Satzführung mit 11:9, 11:7, 5:11, 6:11 sowie 7:11 aus.

17.04.2018

Da behaupte noch einer, die Gesellschaft werde immer bewegungsfauler. Die aktuellen Zahlen des Kreissportbund (KSB) Celle besagen etwas anderes: In der Region legen immer mehr Menschen die Prüfung zum Deutschen Sportabzeichen ab. Sind es 2016 noch 2437 Sportbegeisterte gewesen, die sich die bekannten Anstecknadeln mit dem Lorbeerkranz (bis 2006 war es übrigens Eichenlaub) nach erfolgreicher Teilnahme ans Revers heften durften, waren es im vergangenen Jahr bereits 2753. Mit speziellen Sportabzeichen-Tagen an Schulen und bei Vereinen fördert der KSB die Bewegung zusätzlich.

Heiko Hartung 17.04.2018