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Lokalsport TuS 92 dem Ziel einen Sieg näher
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15:37 19.03.2012
Von Uwe Meier
2. Tischtennis-Bundesliga: TuS Celle 92 - Borussia Dortmund. Sebastian St¸rzebecher Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

„Ich freue mich, dass wir unseren Fans zum Abschied noch einmal eine Freude bereiten und zwei Punkte holen konnten“, zeigte sich der Teammanager des Tischtennis-Zweitligisten TuS Celle 92, Dieter Lorenz, sichtlich zufrieden. Der 9:6-Heimsieg gegen Dortmund habe die unglückliche 7:9-Niederlage am Vortag in Berlin vergessen lassen. „Insgesamt betrachtet, haben wir das ganze Wochenende über stark gespielt. So klappt es am Ende bestimmt auch noch mit unserem Ziel, wenn auch nicht finanziell, zumindest sportlich die Klasse zu halten“, so Lorenz. Genau diesen Vorhaben wollen die Celler beim nächsten Auswärtsspiel am 15. April in Hagen in Angriff nehmen- „Die sind ja unmittelbarer Tabellennachbar von uns“, sagt der Teammanager.

Die Partie gegen Berlin begann nicht unbedingt nach Plan. Einzig die Celler Paarung Minh Tran Le/Richard Hoffmann verließ die Platte als Sieger. Dem dadurch entstandenen 1:2-Rückstand liefen die Celler in dem dreieinhalbstündigen Spiel hinterher. Denn in allen Paarkreuzen wurden in zum Teil spannenden Spielen die Punkte geteilt. 7:8 stand es aus Celler Sicht. Das Abschlussdoppel musste über Unentschieden oder Niederlage entscheiden.

Hier sah es für Arne Hölter/Sebastian Stürzebecher gegen Sebastian Borchardt/Palasz Palosi über weite Strecken des Spiels positiv aus. Immerhin gewannen sie den ersten Satz mit 11:4 sehr hoch. Der zweite Durchgang ging dafür kanpp mit 11:9 an das Berliner Spitzendoppel, das auch die folgenden Sätze mit 11:7 sowie 14:12 gewann.. Überglückliche Herthaner Spieler lagen sich nach dem verwandelten Matchball in den Armen und feierten ihren 9:7 Erfolg.

„Wie haben die Celler die denkbar knappe und unglückliche Niederlage gegen die Hertha verdaut?“, fragten sie die Celler Anhänger am nächsten Tag vor dem Kräftemessen mit der Dortmunder Borussia im letzen Heimspiel. Spielertrainer Hermann Mühlbach winkte beruhigend ab; „Keine Sorge. Wir sind schon alle lange im Geschäft und lassen uns davon nicht runter ziehen. Unsere ganze Konzentration gilt der Aufgabe BVB und nicht dem Schwelgen in ohnehin nicht mehr zu ändernden Niederlagen des Vortages“, sagte er kämpferisch.

Zu Beginn der Begegnung offenbarten die Gäste aus Dortmund erst einmal personelle Probleme. Die daraus resultierenden Folgen: Die Nummer drei des Teams Florian Wagner würde seine Partien einschließlich Doppel verletzungsbedingt kampflos abgeben. Zusätzlich müssten die Westfalen auf ihren Sechser Martin Gluza verzichten, für den Ersatzmann Andrey Rasenko zum Einsatz kommen würde. Die Vorzeichen für einen Celler Sieg und zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto standen also, ohne sich am Pech der BVB-Mannschaft erfreuen zu wollen, durchaus gut.

Die Celler Mannschaft begann in den Anfangsdoppeln wie erhofft und verließ mit einer 2:1-Führung die Boxen. Doch wie schon am Vortag blieb es spannend. Nur eines der ausgespielten Matches war nach drei Sätzen entschieden. Erneut wurden in fast allen Paarkreuzen die Punkte geteilt. Aber eben nur bis zu dem Moment, in dem Sebastian Stürzebecher gegen Dormunds Vu Tran Le an die Platte gingen. Die beiden zeigten eine überaus unterhaltsame Begegnung. In der Tat machte es Spaß, die Partie zu verfolgen. Alle lachten, inklusive der zwei Tischtennis-Asse. Denn was sich in der Box abspielte, war eher ungewöhnlich. Niemand zweifelte daran, dass Stürzebecher die Platte als Sieger verlassen würde. Denn: Zu groß war seine Überlegenheit, die auch Vu Tran Le akzeptierte. Der gebürtige Berliner spielte sein ganzes Tischtennis-Repertoire an Raffinessen und Feinheiten herunter und verzückte die Fans in der Altstädter Schule. 3:0 lautete das Ergebnis und mit dem kampflos bescherten Punkt Tran Le’s die nunmehr 8:5 Führung der Celler.

War das dier die Vorentscheidung? Julien Indeherberg allerdings war es nicht vorbehalten, den alles entscheidenden Siegpunkt zu erzielen. Er musste sich Robin Malessa mit 2:3 Sätzen beugen.

Dafür aber Richard Hoffmann! Hoffmann zeigte zwar eine ähnlich „bescheidene“ Vorstellung wie in seinem ersten Einzel, doch gegen den Ersatzmann des BVB, Andrey Rasenko reichte das glücklicherweise und zum 3:1-Sieg. Der 9:6-Erfolg für TuS Celle 92 war unter Dach und Fach.