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Lokalsport TuS 92 kämpft gegen Abstieg
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20:48 01.01.2014
Glanzlicht im Abstiegskampf des TuS Celle 92: - Andre Kamischke ging in zehn Partien als Sieger von - der Platte, nur zweimal kassierte er eine Niederlage. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Direkter Abstiegsplatz statt gutes Mittelfeld: Die Tischtennisspieler des TuS Celle 92 haben sich die Lage nach der Hinrunde in der Regionalliga etwas anders vorgestellt: „Wir hatten große Erwartungen, aber unsere Zwischenbilanz fällt bitter aus“, sagt Mannschaftskapitän Björn Ungruhe. „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass die Stimmung gut ist“, sagt Trainer Frank Schönemeier.

Geplant war ein Abschneiden zwischen Platz 3 und 6, doch mit 5:17-Punkten hängen die Celler nach elf Spieltagen auf Platz 10 im Tabellenkeller fest, unter ihnen nur der TSV Bargteheide und der MTV Wolfenbüttel. „Wir stecken mitten im tiefsten Abstiegskampf“, sagt Ungruhe. Um erfolgreich Tischtennis zu spielen, müsse man gesund und mental stark sein. „Diese drei Komponenten waren leider nicht immer vorhanden“, so der Kapitän.

Die Ursachen für die festgefahrene Lage sind vielfältig. Zum einen ist da die schwere Krankheit von Hoffnungsträger Falko Turner. „Wir hatten ihn vor der Saison als Waffe in der Mitte gehandelt, aber dann musste er in der Mitte der Hinrunde für mehrere Wochen ins Krankenhaus und fiel aus. Er ist aber zum Glück auf dem Weg der Besserung und wird bald wieder dabei sein“, beichtet Ungruhe. Dazu kam der Ausfall des auf Nummer 1 gesetzten Spielers Bing Tang. Aus familiären Gründen weilt Tang seit einem Jahr in China und absolvierte deshalb kein einziges Spiel für den TuS. Trainer Schönemeier ist jedoch frohen Mutes: „Ich gehe nach jetzigem Stand davon aus, dass Bing im Laufe des Frühjahrs wieder dabei ist. Das wäre wichtig für unsere Mannschaft, da er ein zentraler Spieler ist“, so der TuS-Coach.

Zu den zwei langen Ausfällen, kamen zwischendurch weitere aufgrund von leichten Erkrankungen. Beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer Füchse Berlin, war die Situation sogar so angespannt, dass Teammanager Dieter Lorenz zum Schläger greifen musste. Durch die Ausfälle wuchs der Druck auf Niklas Matthias und Yannick Dohrmann im oberen Paarkreuz. Doch statt wertvolle Punkte zu bringen, hagelte es Niederlagen in Serie. Matthias erspielte sich in 21 Spielen lediglich einen Sieg, Dohrmann siegte in 20 Spielen zweimal. „Beide Spieler haben unbestritten viel Potenzial, aber aber zu oft fehlten der Glaube und das Vertrauen in die eigene Stärke“, sagt Ungruhe. Bei Dohrmann führten die wenigen Punkte im oberen Paarkreuz sogar dazu, dass er seinen Trainingsumfang zwischenzeitlich etwas reduzieren musste.

In der neuformierten Mitte spielten Ungruhe und „Youngster“ Nils Hohmeier solide, ohne allzu oft zu glänzen. Ungruhe kam an elf Spieltagen zu 15 Siegen und fünf Niederlagen, Hohmeier holte sieben Siege und sieben Niederlagen. Im unteren Paarkreuz überragte Andre Kamischke. Er glänze in zehn Partien als Sieger an der Platte, nur zweimal musste er sich seinen Gegnern geschlagen geben.

Trotz der dunkeln Regenwolken, die derzeit über der Mannschaft hängen, will der TuS in der Rückrunde wieder angreifen. Los geht es am 11. Januar mit einem Heimspiel gegen den TTS Borsrum, mit 12:10-Punkten auf Platz 5 der Tabelle. „Das wird ein verdammt schweres Spiel. Im Hinspiel haben wir mit 9:2 verloren, aber auch einen Sieg können wir schaffen“, sagt der Coach. Mit einer Umbesetzung will das Team frisch angreifen: Auf Platz 1 steht Bing, gefolgt von Ungruhe. An dritter und vierter Stelle greifen Hohmeyer und Dohrmann an, gefolgt von Matthias, Turner ab Januar und Kamischke.

Von David Sarkar