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Lokalsport TuS 92 mit wichtigem Sieg zum Jahresausklang
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10:02 13.12.2011
Von Uwe Meier
Tischtennis, 2. Bundesliga Nord: TuS Celle 92 - SV Union Velbert Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Die Erleichterung über den Sieg war Spielertrainer Hermann Mühlbach und Teammanager Dieter Lorenz deutlich anzuhören. Beide waren nach Spielende voll des Lobes. Lorenz fand nur positive Attribute für seine Mannen: „Ich bin total glücklich, dass wir heute gewonnen haben“, sagte er. Und Hermann Mühlbach ergänzt: „Die Mannschaft hat heute wirklich überzeugt und ihr Potenzial, das in ihr steckt, abgerufen. Jetzt können wir gestärkt und positiv gestimmt in die Weihnachtspause gehen, um neue Kräfte für den Abstiegskampf zu mobilisieren.“

Die gut 100 Zuschauer staunten nicht schlecht. Gerade die allseits bekannte und anfangs hoch gelobte Doppelstärke der Gastmannschaft schien eine frühzeitige Führung der Herzogstädter auszuschließen. Doch es kam ganz anders. So gewannen Hölter/Stürzebecher gegen Janasek/Kroulik und Tran Le/Hoffmann gegen Krzywkowski/Dietz in jeweils in fünf Sätzen. Auch Mühlbach/Indeherberg mussten gegen Wehking/Helbing über fünf Sätze gehen. Doch leider verloren sie ihr Match am Ende knapp mit 9:11 gegen das beste Doppel der Liga. Somit führte der TuS Celle 92 mit 2:1.

Im ersten Durchgang des oberen Paarkreuzes mussten sich Arne Hölter mit Tomas Janasek und Hermann Mühlbach mit Lennart Wehking auseinandersetzen. Hölter steigert sich nach eher schwachem Beginn. Insbesondere die beidseitigen Topspingranaten des gebürtigen Wolfsburgers fanden ihr Ziel. Die Konsequenz hieraus war ein immer besser werdender Celler Spitzenspieler und ein immer nervöser werdender Tscheche. Und ein im Endeffekt nicht gefährdeter 3:1-Erfolg für den TuS-Akteur.

Hermann Mühlbach hatte mit Lennart Wehking eine sehr schwere Aufgabe vor sich, denn Wehking gewann bei all’ seinen bisherigen Auftritten gegen Celle ausnahmslos. Daran änderte sich auch dieses Mal nichts.

Im mittleren Paarkreuz bekam es Sebastian Stürzebecher mit Jiri Kroulik, einen recht unangenehm zu spielenden Linkshänder, zu tun. Stürzebecher meisterte seine Aufgabe relativ sicher mit einem Erfolg in vier Sätzen.

Minh Tran Le trat gegen Björn Helbing an, gegen den er zuletzt im Deutschland-Pokal eine Niederlage einstecken musste. Tran Le kämpfte sich nach den ersten verlosenden Sätzen jedoch wieder ins Match. Im fünften Satz bewies Helbing Nervenstärke und imponierte mit einer starken Leistung, die er zuvor in den Anfangssätzen demonstriert hatte, und verkürzte so für Velbert auf 3:4.

Dann begannen Julien Indeherberg und Richard Hoffmann unten das einzuläuten, was die Experten wahrlich nicht für möglich gehalten haben. Der kleine quirlige Belgier dominierte Velberts Marvin Dietz und gab nur den dritten Satz ab. Etwas schwerer hatte es Celles Sechser, Richard Hoffmann gegen Robert Krzywkowski. Die Partie war von langen und ansehnlichen Ballwechseln gekennzeichnet. „Ritchi“ steigerte sich von Schlag zu Schlag. Mit seiner knallharten Vorhand zeigte er Krzywkowski seine Grenzen auf und sorgte für das 6:3 für die TuS-Cracks.

„Weiter so!!!“, hallte es durch die Arena der Altstädter Schule. Und genauso schien das Arne Hölter auch verstanden zu haben. Im Kräftemessen der zwei Spitzenspieler lief Hölter zur Höchstform auf. Lennart Wehking musste die Klasse-Leistung des jungen Cellers anerkennen. Nicht einmal einen Satz überließ Hölter Wehking und entfachte die Halle zu einem Hexenkessel.

Davon ließ sich auch Hermann Mühlbach beflügeln. Er entzauberte Tomas Janasek unter dem frenetischen Jubel des Publikums ebenfalls mit 3:0 und sorgte für die 8:3-Führung.

Der dritte Saisonsieg lag in greifbarer Nähe und die Mitte sollte es richten. Sebastian Stürzebecher war sich seiner Position durchaus bewusst, hatte mit Björn Helbing jedoch einen adäquaten Kontrahenten. Beide Akteure bestechen jeweils durch sehr viel Ballgefühl, „Auge“ und Antizipationsvermögen, so dass spektakuläre Ballwechsel garantiert waren. Die beiden Dreier aus den Teams lieferten sich einen großen Fünfsatz-Kampf. Dank der Nervenstärke von Stürzebecher und zur Freude aller Anwesenden auch mit dem richtigen Ausgang. Mit dem viel umjubelten Ball zum 11:4, und damit zum 9:3-Erfolg krönte „Stürze“ eine mannschaftlich geschlossene und hervorragende Leistung des Tages.