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Lokalsport TuS Bergen fehlen ein paar Sekunden zur Sensation
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12:04 13.02.2012
Bergen Stadt

Von Anfang an kaufte Bergen den körperlich überlegenden Gäste in der Abwehr den Schneid ab. Vor allem gelang es TuS, den gegnerischen Torjäger Timo Heiligenstadt beinahe komplett aus dem Spiel zu nehmen. Das Ergebnis gestaltete sich ausgeglichen, in der ersten Hälfte führte Bergen immer mal mit einem Tor Differenz.

Der Angriff funktionierte durch die ordnende Hand von Julien Guse sehr gut, einige schön herausgespielte Tore waren der verdiente Lohn für Fans und Spieler. Der Gegner verzettelte sich zusehends in Einzelaktionen. „Unser Plan war also aufgegangen“, freute sich TuS-Außen Dominik Blancbois.

Auch die obligatorischen schwachen zehn Minuten blieben bei Bergen aus und nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Mathée-Sieben sehr aufmerksam. Sogar von der ersten Gästeführung (20:21) ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen. Die Abwehr stand ihren Mann und stellte die sonst so spielfreudigen Gäste vor riesige Probleme. Im Angriff führte Guse weiterhin klug Regie und auf der rechten Angriffsseite zeigten sich Maximilian Kirchhoff und in der zweiten Hälfte Hauke Bockelmann sehr treffsicher.

Auch Unterzahlsituationen überstand der Gastgeber schadlos, weil die Einstellung bei jedem zu einhundert Prozent stimmte. Beim Stand von 24:24 zeigte sich TuS geduldig, fuhr lange Angriffe, bis ein freier Spieler gefunden wurde, sodass sogar das 26:24 gelang.

Die letzten fünf Minuten entwickelten sich zum wahren Handballkrimi. Bergen bekam eine Zeitstrafe aufgebrummt, Stadtoldendorf nutzte das mit großer Erfahrung zum 26:26-Ausgleich. Aber Bergen behielt vorerst die Nerven und legte wieder vor: 27:26. Postwendend egalisierte Oldendorf wieder. In den letzten 60 Sekunden griff Bergen wieder an, bekam aber den fälligen Freiwurf nicht zugesprochen, so hatte Oldendorf noch knapp 40 Sekunden für den letzten Angriff.

15 Sekunden vor Schluss gelang Oldendorf durch eine Einzelaktion der 28. Treffer, Bergen versuchte die schnelle Mitte. „Diese wurde regelwidrig verhindert, nach neuer Regelauslegung wäre eine Rote Karte zwingend erforderlich und sogar ein Strafwurf hätte uns zugesprochen werden müssen. Doch wie so oft entschieden die Schiedsrichter nicht für uns, sondern urteilten mit einem Tabellenführer-Bonus“, ärgerte sich Blancbois.

Nichtsdestotrotz überwiegt die Freude über das tolle Spiel und die couragierte Einstellung, sogar ohne einen Leistungsträger wie Wilken Rodehorst.

Tore für TuS Bergen: Kirchhoff (9), Lange (6), Gehnke, Bockelmann, Blancbois (je 3), Witte (2), Brodde (1).

Von cz