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Lokalsport TuS Bergen siegt souverän im "Nervenspiel"
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18:48 05.03.2017
Mit acht Toren zeigte sich TuS-SpielerinLouise Ringert (am Ball) gewohnt treffsicher.TuS Bergen ließ der SG BW Rosengarten-Buchholz keine Chance und gewann mit 27:20. Quelle: Alex Sorokin
Bergen Stadt

Zu Beginn hatten die Grün-Weißen Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Die Gäste ließen sich nicht abschütteln und glichen jeden Torvorsprung wieder aus. „Wir haben keinen Zugriff gefunden“, erläuterte der TuS-Coach. Schuld war die „zusammengewürfelte Gruppe“ der Buchholzer. „Die spielten unorthodox. Wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns darauf einzustellen“, sagte Blancbois. Er habe aber nie daran gezweifelt, dass Bergen als Sieger vom Feld gehen würde.

Die Wende kam in der 20. Minute: Sabrina Wellmann warf den TuS mit 8:7 in Führung, diese baute die Mannschaft im weiteren Verlauf Stück für Stück aus. Bereits zur Pause führten die Gastgeber mit 13:10. In der zweiten Halbzeit drehte das Team richtig auf und vergrößerte sukzessive den Abstand zu Buchholz. Innerhalb von sechs Minuten erarbeitete sich Bergen einen komfortablen 16:10-Spielstand und hielt Buchholz danach weiterhin gekonnt auf Abstand.

„Wir haben gut über den Kreis gespielt und die Lücken genutzt“, lobte Blancbois seine Handball-Frauen. Louise Ringert war mit acht Treffern erneut die gewohnt treffsichere Torgarantin, auch Kathrin Gehnke trug mit sechs Treffern zum Berger Budenzauber bei. In der Schlussminute gelang Bergen der Siegtreffer zum deutlichen 27:20-Endstand – ähnlich hoch wie der 32:20-Triumph im Hinspiel.

Trotzdem geriet der TuS-Coach nicht in Begeisterungsstürme. „Das war keine Glanztat, aber das interessiert jetzt auch nicht“, sagte Blancbois. Spielerisch hätte das „Nervenspiel“, das Bergen unbedingt gewinnen musste, schöner sein können. „Die Mädels waren mit sich selber beschäftigt.“

Letztlich überwog beim Trainer doch die Erleichterung über den so dringend benötigten Sieg nach drei zum Teil sehr knappen Niederlagen. „Es reicht aber noch nicht, um zu sagen, dass wir ‚safe‘ sind“, schränkte Blancbois ein. „Wir müssen noch ein bis zwei Spiele gewinnen, um wirklich sicher zu sein.“ Die HSG Hannover-West steht zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz, kann den Grün-Weißen aber laut Blancbois noch gefährlich werden. Um weitere Punkte einzufahren, baut der TuS-Coach auf die Auswärtspartie gegen HG Rosdorf-Grone am kommenden Samstag: „Da können wir etwas Zählbares mitbringen.“

TuS Bergen: Döhler – Gehnke (6), Harms, Müller (3), Kübeck (2), Kautz (2), Wellmann (4), Kirchhoff, Ringert (8/1), Sandvoß (1), Borges (1), Bremer.

Von Amelie Thiemann